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wegen der großen Oberfläche ſolcher kangen und dünnen Fäden, die Wärme aus allen einzelnen Theilen, und alſo ſehr viel Wär- me in die angränzende kühlere Luft, über- gehen kann,
Abfühlfaß, Kühlfaß, ein beym Abziehen und Brennen der Waſſer unent behrliches Gefäß, wodurch eine kupferne inwendig wohl verzinnte Röhre gehet, an deren beyden Enden das Faß wohl vermacht iſt, damit das Waſſer, welches zum Ad- fühlen hineingegoſſen wird, nicht wieder herauslaufe, ſondern das Gefäß bis über die Röhre ſtets angefüllt bleibe, Dieſes dient, die Röhre allezeit kalt zu erhalten, damit ſich der Spiritus eher in Tropfen auf- löſe, und deſto mehr herouslaufe- Kann in dergleichen Faß ein Röhrwaſſer geleitet, und es alſo geſtellt werden, daß ſolches immer wieder abfließe, jedoch die Röhre von dem friſchen Waſſer beſtändig bedeckt? bleibe, ſo iſt dieſes kein geringer Vortheil, Und erſpart nicht nur viel Mühe, ſondern verſchaffe auch gewiß meh Bränndtwein oder ubgezogenes Waſſer,
Aßtnrzen, Abbrechen, Abſchnei- Deni, beißt bey den Jögern, einen Jagd- bogen enger faſſen,
Ablactiren, Abſäugeln, Abſäue gen, iſt eine Pfropfarf dur Annäherung zweyer Bäume, Gewöhnlich wird der Gipfel eines Baumes weggeſchnitten, oben ön der Seite ein dreye>iger Cinſchnitt ge- macht, und nächher der Stamm oder ein Aſt desjenigen Baumes, welchen man zu vermehren wünſcht, wie ein Keil(ein Zünglein) zugeſchnittens Dieſer feilförmi- ge Theil muß nicht die Hälfte des Umfkrei- fes von dem Stämme überſteigen, damit Rinde genug zur Vereinigung mit dem
Ablact Zt
Baume übrig bleibe, und dieſer Aſt bis zu ihrer völligen Bereinigung beſtehen könne. Man muß auch den Keil dergeſtalt zu- ſchneiden, daß er den am Baume gemach» ten Einſchnitt vollkommen fülle, und daß die Rinde von beyden genau an einander paſſe. In dieſer Stellung nun bindet man ſie mit Baſt oder einem andern weichen Bande zuſammen, beſtreicht den Ort mit Baumwachs, und legt einen Lappen darum, Wenn die beyden Bäume ſich genugſam mit einander vereinigt haben, ſchneidet man den Aſt, welcher das Pſropfreis ab- giebt, unter ſeiner Vereinigung ab, Auch ſtußet mait' den Baum einen oder zwey Zoll vom Pfropfreiſe, und bedeckt die Stellen auf die Art, wie es bey dem Pfropfen in den Spalt zu geſchehen pflegt,
Eine noch einfachere Art des Ablacti- vens iſt, daß man den Stamm des einen Baums kegelfsrmig ſchneide, und den Stamm des benachbarten, welchen man vermehren will, ſpalte, ſo daß die beyden Seiten des Spaltes den ganzen Kegel ge- nau umſchließen, und die Rinden dicht auf einander paſſen. Man kann dieſes die Zingabeinng oder den Sattel nennen, Du Hamel meidet, daß, wenn der Boum, welden man auf dergleichen Art vermehren will, wieder einen Schößling zu kreiben geſchift ſey, man einen Zweig abſchneiden fönne, den man init ſeinem unterſten Thei- le in die Crde ſteckt, und oben durch Annä- herung pfropfrz öfters fommen der Schöße- ling und das Pfropfreis fort, und wenn aud) jener nicht fortkömmt, hat er doch we- nigſtens viel Kraft gezogen, daß das Pfropfe reis gedeihen kann, Wiki man ſich eines alten Baumes bedienen, kahn nian das Pfropfreis zwiſchen dem Holze und dem Reiſe bringen, wie bey denz Pfropfen in der Krone,
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