Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
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3» Abflärw

den, wenn ſolches nicht zuvor in andre Bouteillen ſo abgegoſſen wird, daß die Hefen oder Bärme ganz zurück bleiben müſſen.

Abklärwaſſer, iſt beym Lichtziehen dasjenige Waſſer, weiches bey dem Schmels- zen des Talgs in den Keſſel Zegoſſen wird, vamit der geſchmolzene Talg bey dem Schmelzen nicht den Boden des Keſſels berühre, anbrenne und braun werde;(4. Kläre.)

Abkuneifen, Abfniſpen, Ab- Enoſpen, Abzwicken, mit den- geln, geſchieht von Gärtnern, wenn ſie Knoſpen oder junge Zweige an den Bqau- znen wegnehmen,

Ilbknicken, heiße bey der Jägerey 1) ein Rothwild mit dem Genickfang, und ein Gefiügel mit einer Jeder tödten. 2) Ja eingeſtellte Jagen veſchädiget ſich öf- fers ein Stück Wild, daß es einen Lauf abbricht 3 dieſes heißt: das Wild hax ſich geknickt; fliehet es aver an, daß es todt niederfällt, ſo ſagt man 3 es haf ſich ab- geknic>t,

Abfotamen, ein beym Schießen ge- bräuchliches Wort, da nämlich der Jäger, wenn er ſeinen Schuß angiebt, zu ſagen pflegt: ſo und ſo bin ich abgekommen, Dd. i. im Feuer habe ich gemerkt, da ſtece der Schuß. Hoch, kurz, links oder rechts. Ein jeder Schüße vermeynt al: ſo im Feuer zu liegen, daß der Schuß da ſte>en müſſe, wo nämlich von ihm hinge- zielet worden,

- Abkrautei?, die Weinberge von dem ſchädlichen Unkraute reinigen, damit es den Weinſtöen nicht die Nahrung raube. Dieſes geſchieht zu drey verſchiedenenmalen vurch Beha>en, wobey das Unfraut hey»

Abkühlen

ausgeha>t und herausgezogen, das Erb« reich aber aufgelo>ert wird, daß Thau, Regen und Sonnenwärme deſto-beſſer zu den Wurzeln gelangen können,

AÄbkröſchen, ein Küchenwort, wird gebraucht, wenn etwas in Fett oder Buk- ter ſo ſtarf geſotten, oder gebraten wird, daß es hart und fnuſpericht werden muß, wie es z. B. mit Semmel- oder Brodtkru- men und Semmelſchnitten geſchieht, die zu manchen Suppen kommen ſollen, An- Fröſchen aber heißt, vergleichen Sachen in geringerm Grade hart werden laſſen,

Abkühlen, Anfriſchen, Einfris ſchen, Erfriſchen, als Waſſer oder Getränf, wenn es auf Cis geſeßt wird, Wo man aber kein Eis im Sommer haben fan, da kühler man Waſſer in einem Ges fäße ab, wo man leßteres mit einem naſz ſen Lappen oder wollenen Zeuge umwicelk, und an eine Zugluft ſtellt. Das in einem ſolchen Gefäße befindliche Getränk wird dq- vurch ſo kalt, als wenn man es auf Cis geſeßt hätte, Auf vergleichen Art pflegt man das Getränf im ganzen Orient ſeit undenflichen Zeiten abzufühlen. Jn Un- garn pflegt man etwa zwey Fuß oder weni» ger tief in der Erde ein Loc) zu machen, das Gefäß hinein zu ſeßen, wieder zuzu» ſcharren, und ein jählinges, von Stroh, Heu odex Schilf angemachtes, Feuer dax- über zu machen, wodurch) das Getränk abgekühlt gefunden wird, nachdem die war- me Erde, ſobald die Flamme ausgelöſcht iſt, abgeräumt worden, daß es ſolchen Ge- xränfen ganz gleich femme, die auf Eis erfriſcht worden,

Eine andere Arf der Abkühlung iſt, wenn man ein warmes Getränk von einer etliche Schuhe langen Höhe in dünnen F= den aus dem Gefäße ablaufen läßt, indem,

Wegen