Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
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28. Abjagen Abjagen, Abſchießen, End-

öder Ausjagen, Anstfchießen, iſt bey der Jägerey, wenn bey dem Beſtäti- -qungsjagen das mit dem Jagdzeuge einge- ſtellte Wildpret zu Ende der Jagd gefan- gen, erlegt oder gefällt wird, Geſchieht dieſes mit Ceremonien, ſo ſind ſie dieſe Sobald die Herrſchaft mit ihrem Gefolge ab- und in den Schirm getreten iſt, wird das Queertfuch vom Jagen weggenommen, und die Heßhunde eingetheilt. Hierauf verfügt ſich die Jägerey, nach ihrer Ord- nung, dem Schirme gegen über, an den rechten Flügel gegen das Jagen zu, und erwartet durch eine Loſung den Befehl zum Anfange des Jagens, Nach deſſen Erhal- kung fängt gedachte Jägerey den bey dem Sonimerjagen gewöhnlichen Waldſchrey an, und gehen die Jagdhunde fuppelweiſe, jede Kuppel von einem Bauer geführt, ſammt ihren vorangehenden Hundejungen, hinter der Jägerey nach hinauf zu Holze, mit Continuirung ihres Jagdlauts, bis Hinter die Queere vor das Jagen; darauf ſtößt man in die Waldhörner, jund wird dasjenige, was man am erſten im Jagen antrifft, und anſichtig wird, nach den ein- geführten Jagdpoſten angeblaſen und ange ſchrieen; der Hirſch aber, ſobald ex von den Jägern erblickt wird, bekommt ſeinen gehörigen Juchſchrey, und wenn et jägd- bar ift, ſo wird er bey dem Vorlauf durch Trompeten und Pauken gleichſam angemel- det," Sobald ein Wild erlegt iſt, wird es vor den Schirm hingebracht, und zur rech- ten Hand deſſelben, nach dem Jagen zu, alles ordentlich, und weidmänniſchem Ge-

brauche nach, und zwar 1) die Hirſche,

ſowohl nach der Stärke der Gehörne, als nah der Vielheit der Enden, 3) die alten Thiere, 3) die Schmalthiere, 4) die Reh-

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Abjochen

böo>e, 5) die alten Rehe, 6) die Schmal- vehe, und 7) die Raubthiere hingelegt. Es werden aber die Hirſche und alles Wild- pret mit den Köpfen nac) dem Schirm, und mit vem Rücken nach dem Jagen zu, gelegt, und ſogleich ein jedes Stü> mit den vorher angeſchafften eichenen und büche- nen Brüchen(Zweigen) verbrochen, Wenn nun alles vorgejagk worden, und man in der Rundung nichts mehr ſpürt, ſo ver« ſammelt ſich die Jägerey auf dem andern Flügel wieder in ihrer Ordnung, ſo daß ſie der Herrſchaft zur linken Seite wieder herausfommt, Nach dieſem zieht ſie mit ihrem Waldſchrey den Flügel herunter bis wieder an den Schirm, da denn, ſobald ſie daſelbſt angelangt, mit Wald- und Hifthörnern das Jagen abgeblaſen, und mit einein nochmaligen Juchſchrey der Be- fehl gegeben wird, die Jagdhunde anzu- Fuppeln, den Zeug abzuwerfen, und das gefällte Wildpret aufzuladen und abzu. führen. , ein durch ein Ge« holz gehauener Weg, welcher nach dem Zauf zugeht, und der alſo nach dem Ver- hältniß gehauen wird, wie das Jagen an2 geſtellt werden ſoll.; Abjochen, den Zug- oder Schieb» ocMſen nach verrichteter Arbeit ihr Joch ab- nehmen, wobey die daran befeſtigten Strän- ge in einer gewiſſen Ordnung, nebſt den Zugleinen, Zäumen und Gehörnſtricken, daran umgeſchlungen werden, um beym Wiedergebrauch alles Zubehör gleich bey ſammen zu haben, daß nichts verlegt, ver- lohren oder erſt weit umher zuſammen ge- ſucht werden, und hiemit Verſäumniß oder Zeitverluſt vermieden werden könne, ILo die Ochſen in Jochen am Halſe ziehen, da muß beym Abjochen öfters"nachgeſehen werden,

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