Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
Seite
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8 Abfall

ächtar an Größe, Farbe, und dem oben gemachten koche ganz gleich ſind.

Abfall, heißt entweder die Höhe, um welche das Erdreich tiefer oder niedriger iſt, nach welchem man ſich auch in Führung der Waſſerröhren zu richten hat, wenn maa nicht vergebliche Koſten haben will, oder man verſteht gielfitich: beym Mäßlenwaſſev» bau diejenige große Falle, wodur< vas überflüßig anlaufende Woſſer kann abfäl- lit gemacht, und weggeſchafft werden, daß es dem Waßeebau durch feiner gewaltigen Druck nicht Schaden zufüäge, noch das Mahlen verhindere. Dder, es wird da- durch angezeigt, wenn Jemand den Ueber» fluß ſeines Röhywoſfers einem andern zu- fommen läßt, dabey es abey öfters zu vie- len verdrießlichen Umſtänden Foe fantt, wenn man die Waſſerdehältniſfe oder Käu- ſten nicht veitz hält; und in Winter einfrie- ven bäßt 3 furz, ein ſolches Waſſer id eins ungewiſſe'Bequemlichfeit ins Haufe, Bey der Damwmſerzerev iſt der Abfall die ab- ſchüßige vage des Dammes einex gepflaſter- ten Straße- ſowohl nach der dange, als nach der Breite, Denn ſo bald eine Stra- ße neu gepflaſtert werden ſos, muß ſolche einen: verhältnißmäßigen Abfall erhalten, und dieſey Abfall muß/ zumaß der Länge

nach, unmerklich ſeym, vennod) muß das Waſſer gut ablaufen. Der Dammſeßer vefämmt den Abfall des. Dammes nach der känge durch. eing Scheibe/ welche die Vi- fiöſcheibe(ſ. Viſirſcheibe) heißt, und überdieß durch. ein. Paax Stäbe, wodurch er von Strrecke zu Strecke, welches ſechs Rhein- ländiſche Ruthen beträgt, den Abfall. ab- wiegt; und feſt feßt, Wenn die Straße zumal lang iſt, ſo muß der%bfall nicht mehr als drey Zoll von Strecke zu Strecke defragen, damit ſolcher durch die ganze

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. gen falle, Dammes muß wenigſtens ſieben bis ac<t

Abfalilte

länge der Straße nicht merklich in die An» Der Abfall der Breite eines

Zoll betvagen, und von beyven Seiten der" Mittelſteine, nach dey Goſſe zu, gewölbt ſeyn;(1. abwiegen.)

And) die Dienſtbarkeit eines Guthes, über welches. Jemand das Ablaufen ſeines Traufwaſſer8 und den Zuſammenſfluß des Regenwaſſers übev eines andern Grund un9 Boden abzuführen berechtigt iſt, wird Ab- fall genannt... Dder endlich, man will da- mit den Verfaß. dey Nahrung, Gewerbe und Handthierungen, dadurch die Bürgey in ihrem Wermögen geringer werden und herunter fommen ,, anzeigen. Bey den Handwerksleuten heißt Abfall endlich auch dasjenige, was bey dev Arbeit abfällt, und, wie man ſagt, in die Kräße geht. Bey der Bienenzucht aber heißt Abcall der Un- rath, oder die Wachskrumen, die unter den? Scto> auf dem Boden zu liegen kommen, und von Zeit zu Zeit abgekehrt werden, damit theils darunter ſich nicht Maden oder Gewürme einniſten, tkeilsdie Biene durch das Austragen dieſes 4 000U in ih- ver Hauptarbeit nicht verſaumet oder aufs gehalten werden.

Abfallen, heißt 0 der Jägerey 1) magerer werden. Man ſagt es auch von Thieren, zB. das Pferd fallt'ab; 2) wentz der Hirſeh) in der Brunſtzeit das Thier wie- der verläßt) 3) ſo vick als abbaumen, aber nur vom. Raubgefieder,

Abfallsröhre, bey Waſſerkünſten dies jenige Röhre, wodurch das überflüßige Waßer wieder abläuft.

Abfailtraunfe, ver Sturz des Da- hes am einem Gebäude, damit der Regen gut ablaufen kann,

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