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14 Abb Schinderey oder Schindertrube,
genannt, In manchen Ländern verrichten Hirten, auch wohl Bauern, die Geſchäff- te des Abdeckers, in den meiſten deutſchen Fändern aber ſind eigene Perſonen dazu be- ſtellt, ſv, daß dieſe verächtlichen und etel- haften, aber in der Polizey und Wirth- ſchaft dennoch unenkbehrlichen Verrichtun: gen dieſer Perſon insgemein mit dem€ charf- und Nachrichteramte, welches eigentlich aus ſchrecflichen und grauſamen Werrich- tungen beſteht, durch obrigkeirliche Anſialt verfgüpft iſtz und wird alſo enfweder von den Scharfyichtern zuweilen ſelbſ3, oder doch durch ihre Knechte, ausgeübt, Die- ſe Perſonen haben daher yon ihren zweyfa- chen Amtsverrichtungen noch andere Na- men befommen. Dexjenige, welcher die zuerfannten Leibes- und kebensſtrafen voll zieht, wird der T7achrichrer, Schatrf- Lichter, und ſeine Wohnung die L7gch- richrerey oder Scharfrichterey; und der vornehmſte Knecht des Schartrichters, welcher das Peinigen, das Staupbeſenge- ben und das Henken der Verbrecher verrich» tet, der Henker genannt, Zu den ver- ächtlichen, doch nöthigen und nüßlichen Verrichtungen dex AbdeFer und Feldmei-
ſter wird gerechnet; 1) die Reinigung dex
Cloafke und Gefängniſſe, wiewohl an eint- gen Orten zu dem erſten beſondere Leute, zu dem andern aber die Gerichtsfnechte und Bütrrel beſtellt ſind; 2) daß ſie das gefallene oder geſiorbene Wieh abdecken, oder ihm die Haut abziehen, und hierauf verſchaexen, welches leßtere aber leider nicht durchgängig geſchieht; 3) daß ſie das an einem Fehl oder ſonſt an einer Krankheit verre te Wieh gufhauen, beſichtigen, und von der Kranfheit und Urſache des Todes glaubwürdige Dexichte und Atreſtate aus- ſtellen 3; wiewohl ihnen zur mehrern Be-
Abd
glaubigung in Anſehung des leoßtern Punktes gemeiniglich die Dorſgerichte zugeordnet werden; 4) daß ſie, beſonders in den Seädten, die unnöchige Zahl der Hunde verringern, ſelbige zu einer gewiſſen Zeit im Jahre fangen, rodtſchiagen und weg ſchaſſen müſſen; daher man ſie auch Hun- defänger und Hundetodtſchläger; die Zeit aber, wenn ſie jolches verrichten müſien, den Hundeſchlag nennt, Diejenigen, wel- che ihre Hunde dawider ſichern wollen, müſs ſen ſich ein gewiſſes von Blech verfertigtes Zeichen yon den Caviilern gegen ein» ge- wiſſe Taxe einidſen, und es den Hunden umhängen, weid;es den Caviillereyen in großen Siädren nicht wenig einbringt; 5) iſt inen auch an vielen Orten auferiegt, für die Jagdhunde, Wald- Wolfs- und Fuchshöhlen das duder zu verſchaffen, auch wohl gewiſſe Jagohunde der Herrſchaft zu haiten, Die zxavillereyen werden entweder gegen ftarte Crbzinjen und 2ehen, ſo das Cavillerleben und dex Cavillerzins ge» nannt wird, den Capyillern zu eigen über« laſſen, oder pachtweiſe zugetchlagen. In den meiſten&anvern wird auch das Rechr, Cavillereyen zu verleihen, dayon Erbpäch- te und Zinſen zu nehaien, desgleichen dem Feldmeijter, gegen gewiſſe Abgaben, das Hundeſchlagen in den Hundstagen zu ge- ſtaccen, als eine Folge aus dem Jagdrega- le betrachtet, daher fie auch in verſchiede- nen Ländern unter den Jagdgerichten ſte» hen. Die Handwerker wollen dergleichen keute, nebſt den Kindern derſelben, in ihre Geſellſchaft nicht aufnehmen, und ſelbige zum äußerlichen Umgang nicht zulaſſen, woran ſie auch wohl in ſofern mit Schuld daran haben, wenn ſie, wegen vermeint» lichex Eingriffe in ihre Abdeckerprofeſſion, den Schinderkarren vor den Häuſern oder Höſen derjenigen ſtehen laſſen, die. ihnen zu
nahe
neige nne a dN EE RAE ian iz Gu FE 555 Wb,
EEE; SEIEN= zu Gaal


