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Deichlinie, nach der kbänae und Breite dex Hölzer, welche Backen genannt werden.
- Abbaumen, Abho!zen, ſagen die Jäger von Thieren; wenn ſie vom Baume berabſieigen.
AÄbbäumen, heißt bey den Webern ein Stück Zeinwand oder Zeug von dem hintern Baume des Weberſtuhls abziehen oder abrollen. Hirt
OAlbbeiten, beiße, wenn das Roth- wild Laub oder Gras abfrißt.
Abhinden, iſt bey ven Bstt<ern das Abnehmen derjenigen Bände, die beym Zuſammenſeßen der Scäbe vorläufig um eine Tonne oder.z Gefaß gelegtſind., und das verfertigte Geſäß mit ſeinen erforderli» <en Bänden belegen oder binden,
Abbinden, bey den Zimmerleuten, bedeutet, daß ſie das Bauholz zurichten, behauen und» zuſammenpaſſen, ſodann an gehörigen Orten einlochen, verkäm- men, und mit einander verbinden, damit es zuleßt ohne viele Weitläuftigkeit da, wo das Gebäude ſtehen ſoll, aufgeſeßt werden
fönne,
Abbindung eines Daches, wenn
„alle. zum Dache“gehörige Hölzer, Balken
und Sparrenwerk ordentlich eingerichtet, geſchnitten und verkämmt werden, Die Zulage oder der Werkſatz,(ſiehe dieſe) wie nämlich die Balken geordnet werden ſollen,(ſ, auch deutſches Dach) ferner wie die Tnlittel- oder Giebelwand und Windſprürten(ſ. dieſe) geordnet, und wie die Stuhlwände bey ſtehenden over lie- genden Dachſtühlen angebracht werden ſol len.'Dieſes Abbinden geſchieht ſowohl bey gleichen oder geraden, als bey gebro- <enen Dächern;(ſ. Zulage gerader und Wek, Encyklopädie. 1, Theil,
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gebrochener Dächer, auch Dach und deut- ſches Doch.)
Abbinden, ſ Abſetzen der Räl-
ber,
-Adbiß, Teu“*elsgbbiß, Teufels- biß, ſ. Scabioſe,=
Abbiß, ein Zeichen, weran die Jä- ger erfennen, daß ein Hirſch in der Gegend ſtehe oder ſtreiche 3; indem derſelbe auf den Schlägen die Sommerlatten dergeſtalt abe beißt, als ob ſie mit dem Meſſor abgeſchnit fen wären, welches ein Thier oder Wild nicht alſo tbun ſoll,
Aoblaten, wird von den Jägern ge- ſagt, wenn ſie bey Endigung einer Jagd mit ihren Hörnern zum Abzug blaſen oder Muſik machen. Abgeblaſen heißt aber auch, wenn die Hunde nach geendigtem Treiben zurückgerufen werden,.
Abblatten, in Niederſachſen abblä« den, heißt beym Garten- und Feldbau Biätter, als vom Kohl, Taback, Me- lonen u. ſ, f. abnehmen,
Abblatten, ſag? man vom Wilde, wenn es grünes Laub frißt,
Bbblättern, wird von Steinen ges ſagt, die ſich rafelweiſe, als Schipf-rſtei- ne, ablöſen. ESchlecht gebrannte oder ous ſchlechter Ziegelerde verfertigte Ziegel- oder Dachſteine pflogen auch abzublättern, und laſſen das Dach bald ſchadhajſt werden,
Abbrechen, iſt bey der Jägerey ge- bräuchlic): 1) wenn den Hunden, welche ſich bey einer Sau oder anderm greßen Thiere verbiſſen oder verfangen haben, daß ſie das Maul nicht wieder von ſelbſt auf- thun können, von den Jägerburſchen mit einem Knebel wieder frey gemacht werden. Solchen Knebel, dex von einem Stocko, B eines


