Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
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eines ſtarken Daumens dic, und ati eineni Ende etwas ſtumpfſpißig iſt, müſſen die Jäger immer bey ſich führen; 2) wenn man efivas mit dein Leithunde beſtätiget vder auf der Spur gekreiſet hat, und ſol- hes mit dem Zevge umſtellen will, ſo ſucht man gerne die E>en und lichten Detrter durch einen alten Weg oder Durchhau ab»

zuſchneiden, und das Jagen oder die Stel-

lung enger oder fleiner zu machen, als wd- durch Zeüg, 2eute und Koſten erſpart wer- den; 3) heißt es, einen Jagdbogen enger

machen; 4) den geſtellten Zeug abnehmen;

5) im erforderlichen Fälle weniger-Schieß- pulver nehmen. Jn det Falknerey) iſt die- ſes Wort auch gebräuchlich, und beißt, dem Falken, wenn er zu fett werden will, etwas vv ſeitier gewöhnlichen Speiſe ab- brechen, damit er veſto behender und gie- riger auf ſeinen Raub werde,

Abbrechen, kömmt bey der Obfſt- baumzucht vor, wenn zeitig gewordenes Obſt, das nicht abgeſchürtelt werden ſoll, mit der Hand, oder den ſo genannten Apfel- brechetn abgenominen'wird, damit es beſe- ſex dauern möge,

Abbrennen; wenn bas Schießpul: ver auf der Pfanne abplaßt, ohne daß das Gewehr 198 geht. Dies geſchieht gern, 150 Regenwetter iſt, und auch, wenn das Zündloch verſtopft iſt,

Abbrennen, beym Feldbati; s- ſchieht ,. wenn auf dürren Feldern oder Hei- den allerley unnüßes Kraut vnd Geſtrippe, oder wohl auch? Kornjkoppeln atigeſtet werden: Nach Beſchafſenheit der kage ei- nes Feldes öder einer Heide muß man zt- vor Gräben äufwerſen, damit das Feuer nicht überlaufe, und der Nachbarſchaft, die davon zu benachrichtigen iſt, kein Schade zugefügt werde. Man muß ſülie Tage dg-

Abs

zu erwählen, damit Sturtmwinde nicht brennende Materien aufnehmen, und fort- führen; Lieſer man aber in ökonomiſchen Büchern von abzubtennenden Heiden, ſo wird dieſes Wort in zwiefacheim Verſtande genommen; Cinige Länder benennen da* mit Pläße, welche mit nichts als Heide- fraut, ſo auch ſchlechthin Heide heißt, obl-

ne Bäume, bewachſen ſind; Andersws9 ſind Heiden mit Nadeiholz bewachſene Plä- ke, auf welchen unter den Bäumen eben- ſalis Heidekräut ſich befindet, Heiden die- ſer leßkten Art müſſen niemals abgebrannt werden, weil, wenn ſchon Bäume daſelbſt nur dünne ſtehen, ſolche mit dem Heide- kraut zugleich in Bränd gerathen. Sv vergieng ſie) in der Nachbarſchaft des Vf. vor einige Jahren ein adlicher Pachter, der eine Heide dieſer Ark abbrennen wollte. Seine Unerfahrenheit brachte der Guths- herrſchaft großen Schaden. Das änge- zündete Heidekraut ergriff alle darunter ſte- hende Kiefern, und verwandelte ſie in Koh- len. Ein Wind kam dazu; das Feuer lief in den benachbarten Wald einer Stadt, und die Bürger derſelben hatten alle- he, durch ſchleunigſte Aufwerfung eines Grabens längs der Gränze, die Fortſchritte des Feuers abzuwenden:

Abbrennen, Ausbrennein, heiße bey den Ziegel- und Kalkbrennereyen, wein dem DOfeti mit leichtem Holze die leßte Hi- ke, und dieſer hierdurch ihre Vollkommen- heit gegeben wird;

Abbrennen, geſchieht bey Eiſenax- beiten, wenn dem Ciſen auf zwiefache Art . Stahlhärte gegeben wird, Die eine

Art iſt, daß das im Feuer rothglühend ge wordene Eiſen in Salz und Hotnſpänen, mit Heringslake vermengt, abgefühlet, und bierauf wieder rothwarm gemacht, und in

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