8 Aba IAba>ern, abpflügen- geſchieht,
wenn ein Nachbar dem andern von ſeinen Acferſtücken was abpfiügt, welches, wenn es oft und an vielen Orten geſchieht, viel Einbuße am Acker zuwege bringen kann, und öfters beſchwerliche Proceſſe und Ber drüßlichkeiten verurſacht, die nicht anders, als durch ein Vermeſſen der Meder des Beklagten und des Klägers, nach einem bey den Zandesfollegien oder Gurshertin be- findlichen, Ve: meſſungsregiſter, geſchlich- tet werden können. Um ſfoichen Unvequem- lichfeiten zuvor zu kommen, muß man die Raine und Scheidtabren der Mecker mit Gränzſteinen verwohren, und darnach fleißig ſehen, daß fie nicht verrücfer wer- den,
Abarbeiten, heißt überhaupt eine Schuldpoſt nach der andery dur Arbeit berichtigen. Abarbeiten das Land, Heißt in manchen Gegenden, wo Budnern, Einliegern, Gärtnern u. dgl. Leuten, die feinen Aer im Felde haben, ein gewiſſes Maaß vom Aer, um darauf für ſich Flachs, Hirſe, Lzemüſe u.|. w. zu erbau- en, nach einer gewiſſen Uebereinkunft, Jetd- oder Hausarbeit ſtatt eines Pachts zu verriegten, gegeben wird. Hat daher ein Akerbeſiker auf ſolche Weiſe Land aus- gegeben, ſo wird ihm dafür in einer gewiſ- ſen Anzahl von Lagen, Korn oder Gras in der Aerndte abgemähet oder abgeſchnif- ten, oder beym Einſammlen des Getraides in der Aerndte gewiſſe Tage von dem. ſo genannten Ausſäer gearbeitet. Da ſagt man denn, mein Ausfäer hat ſein Land bey mir hälb oder bereits ganz abgearbei- tet. Dieſe Wirthſchaftsweiſe yt beſonders in der Mittelmark, auc)<zm Sächſiſchen Churkreiſe ſehr gebräuchlich, und dem Acfereigenthümer vortheilhaft. Deun.der
I ENE SERS HIE ZER SIRUS"SE RAIS SET SE RHEOGOHGERGWIESEENEE BEHG EBENSEE GERIETEN FETEN SWE SCHINEN TERN
*
96:6
Ausſäer muß das ihm ausgethans Stur Acker zum Flachs- Hirſe- Kartoffelgewinnſ? graben, jäten und hacken. Hiervon wird vergleichen Acker fo gebeſſert, daß gleich darauf der beſte Waizen oder Roggen ers bauet werden kann, Eodann verſichert ich auch der Ackerbeſiker in der Aerndte und in ſonſt nöthiger Zeit dergeſtalt der Arveit desjenigen, der bey ihm ausgefäet hat, daß dieſer nicht eher anderswo arbeiten oder kaglöhnern darf, bis er ſein Land abgears beitet haf,- Sollte der Ausfäer hiewider Handeln, ſo macht ſich der Ackereigentbyü- mer an den im Felde ſtehenden Früchten des Ausſäers, laut Vergleichs, ſchadlos, und die Unredlichfeit des Ausſäers beſtraft jener damit, daß er dieiem in der Zukunft keine Ausſaat auf ſeinem Acer mehr vers williget,|„4
Abartige Bienen, find ſolche, die, Krankheit, Waiſelloſigkeit und anderer Zus fälle wegen, eingehen müſſen,
Abäugelin, iſt bey der Jägerey,/ wenn die Spur des Wildprets blos mit den Au- gen ohne Hund aufgeſucht wird. Dies kann aur auf einem naſſen, ſandigen und bethauten Boden geſchehen, oder höchſtens, wenn das Wildpret auf trocknenz*Boden mit naſſen Schalen läuft,
%
Abbacfen, wird vom Brodte geſagt, wenn ſic) die Rinde von der Krume abls- ſet. Abgeba&enes Brodt iſt zugleich mehr denn auf eine Weiſe tadelhaft, und int Sommer pflegt es immer eher und mehr zu ſchimmeln, als das nicht abgebactene, Wie aber das Abbacken des Brodtes ab- zuwenden ſey, davon ſiehe den Artikel 2Ir0dt. D
Abbacfung, bedeutet beym Waſſer-
bau die Bezeichnung dex Kanal- oder
Deich-
meme RE a N 5 6 - WEI SIE I IEIO ET a SE: 5


