Teil eines Werkes 
1 (1795) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 1
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen

Aal

fet iſt, man fann auch ſo geniatinfe Schlammbeißer(Peirzker, Ditſchen) von der Dicke einer Federſpule, daran ſte- eien, Von dieſen dreyerley Dingen nimmt man eins, und ſtet es an jede Angel; nimmt alsdenn einen langen Strick, und begiebt ſich an den zum Fiſchfang bettimm- ten Ort. Daſelbſt breitet man den Strick längs dem Ufer aus, und bindet alle Schnüre, woran ſich die Angeln befinden, vo) zwey zu zwey Fuß an,|? daß die Schnur einer jeden Angel, vom Köder an bis zur Hauptſchnur ,/ von anderthalb oder zwey Fuß ſey- Wenn ſolehergeſtalt alle Angeln daran angemacht ſind, wird die Hauptſchnur, oder der Strick, mit dem En- de an einen Pfahl oder an irgend einen Aſt oder großen Stein am Ufer befeſtiget. An das andere Ende wird ein großer Stein, von etwa drey oder vier Pfund, gebunden, und dieſes Ends mit der rechten Hand, ſo weit als möglich, ins Waſſer geſchleudert, und alſo alle Angeln untergetaucht, Die Nacht über bleibt die Schnur kiegen, und . des Morgens wird die Schnur voll Fiſche hängen 3 wenn nur einige im Waſſer vor- handen find, weil, wegen der vielen An- geln, fein Fiſch vorbey kommen kann, ohne die angemachte öckſpeiſe zu merken. Man muß dieſe Leine an einem Orte auswerfen, wo fein Gras no< Strauch iſt, damit man nichts einbüße, weil die Aale, wenn ſie merken, daß ſie gefangen ſind, fich um al- les, was fie finden, herumſchlinget, und ſich dadurch los machen wollen, Einigs gebrauchen, anſtatt der Angethaken, lange Nähnadeln, oder Dornen, woran ſie den Bindfaden in der Mitte binden, und die Nadel oder den Dorn durch den Regen- wurm oder Fiſch ſtecken 3 ſie nennen es mit dem Dorne fiſchen. Andere aber halten die Angelhafen für geſchwindex und beſſer,

Aas 5

Eg verſteht fich von ſelbſt, daß ma der- gleichen Angelſchnüre nicht an ſolchen Or- ten, beſonders an der Nähe der Brücken in Flüſſen, auswerfen könne, wo auch zur Nachtzeit Kähne und Schiffe hin- und hev- fahren, und daher die Schnüre gar leicht, mit und ohne Vorſaß, zerreißen, oder in Unordnung bringen können.

Aaliwehr, Aalkfaſten, Aallege;

eine von Bauholz und Reiſern queer" über

einen Strohm verfertigte Verzaunung, aber nicht nach der ganzen Breite des Strohms, In ihren ſtumpfen Winkeln ſind Deſſnun» gen, und hinter dieſen Körbe mit Waſſer angebracht, worinn ſich der Aal fängt, Dieſer Aalfang it der ergiebigſte, Dieſe und dergleichen andere Fiſchywehre dürfen in den meiſten Ländern ohne Bewilligung der Luandegobrigfeit nicht neuerlic) angelegt werden, ſind aber überall unftatthaft, wenn der Waſſerlauf irgendwo geſtauet, oder die Waſſerfahrt dadurch gehindert werden ſollte,

Aatbeeren, Aalbeſinge,|, J9-

Hannisbeeren. Aalraupe, f. Duappe,

Mas, Luder, der Körper eines ge ſtorbenen Pferdes, Rindes, Schafes u,|| Die großen verreckten Thiere werden von dem Abdeckex oder Caviller auf einem eignet dazu ausgeſonderten Orte, ſo gemeiniglich Schindanger, Luderplaß, genannt wird, abgeludert und ihm die Häute überlaſſen, wofür in den meiſten deutſchen 8ändern der Landegobrigfeir Zeit s oder Erbpacht enk richtet wird. Scehindanger ſollten in der

Nähe der Städte und Dörfer ſv wenig, als neben den Wegen und Heerſträßen, ges duldet werden, Es iſt durchaus den1 Wohls ſtande zuwider, Reiſenden den Anblick des

A3 Aaſes