Späterhin berechneten diejenigen, welche wel- ter vorauezuſchen aewohnt ſind, ſehr richtig; daß wenn man der Wechſel- Wirthſchaft Vortheile zu- geſtehe, der dereinſtige Einſturz des Natural- Dienſigebäudes, und mit ihm den Verluſt der per- ſönlichen Vortheile der Dienſtgenießenden, unver- meidlich ſeyn werden. Daß man alſo ſich ſträubte, jene Vortheile nicht verlieren wollte, iſt natürlich.
Mir ſchweben noc< aus jener Zeit einige Auftritte vor,
I<h war in Geſellſchaft von Landwirthen. Ein junger 23jähriger Mann, damals ſogenann- ter Wirthſchafts- Inſpector, ſprach über Herrn Thaer. Heftig tadelte er ihn und ſeine Schrif-
ten. Keiner von uns hatte damals leztere gele
ſen. Wir mußten ſchweigen. Jezt weiß ich be- ſtimmt, daß jener Mann nur von Hörenſagen nachbetete, vielleicht nachher auch nicht jene Schrif- ten geleſen, oder ſie doch nicht-verſianden hat. Aber er wurde reich, folglich ein Orakel, obgleich er gewiß nicht mehr wußte, als ſein Großfknecht.
Späterhin verſchrie ein Atzderer die Thaer- ſchen Schriften und Grundſäzze, pries aber ſeine eigene Wirthſchaft. Bei Zergliederung derſelben fand ſich;:== daß er jene Grundſäzze genau bes folgt hatte. Beſchämt ſtand er da.
Ein alter proftiſcher Landwirth, mit vielem


