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Mein Glaubensbekenntniß über Akkerbau-Systeme und über den Herrn Staats-Rath Thaer in Bezug auf die Schriften des Herrn Cammer-Rath Zimmermann / von George Friedrich Haese
Entstehung
Seite
78
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Späterhin berechneten diejenigen, welche wel- ter vorauezuſchen aewohnt ſind, ſehr richtig; daß wenn man der Wechſel- Wirthſchaft Vortheile zu- geſtehe, der dereinſtige Einſturz des Natural- Dienſigebäudes, und mit ihm den Verluſt der per- ſönlichen Vortheile der Dienſtgenießenden, unver- meidlich ſeyn werden. Daß man alſo ſich ſträubte, jene Vortheile nicht verlieren wollte, iſt natürlich.

Mir ſchweben noc< aus jener Zeit einige Auftritte vor,

I<h war in Geſellſchaft von Landwirthen. Ein junger 23jähriger Mann, damals ſogenann- ter Wirthſchafts- Inſpector, ſprach über Herrn Thaer. Heftig tadelte er ihn und ſeine Schrif-

ten. Keiner von uns hatte damals leztere gele

ſen. Wir mußten ſchweigen. Jezt weiß ich be- ſtimmt, daß jener Mann nur von Hörenſagen nachbetete, vielleicht nachher auch nicht jene Schrif- ten geleſen, oder ſie doch nicht-verſianden hat. Aber er wurde reich, folglich ein Orakel, obgleich er gewiß nicht mehr wußte, als ſein Großfknecht.

Späterhin verſchrie ein Atzderer die Thaer- ſchen Schriften und Grundſäzze, pries aber ſeine eigene Wirthſchaft. Bei Zergliederung derſelben fand ſich;:== daß er jene Grundſäzze genau bes folgt hatte. Beſchämt ſtand er da.

Ein alter proftiſcher Landwirth, mit vielem