heimiſch. Beſonders zeichnet fich die aus 9000 Stück Schafen beſtehende Heerde des Grafen von Magnis zu Eersdorf, in.der Grafſchaft Glaz, ſehr empfehlunggwürdig aus. Sie iſt eine in ſich ſelbſt veredelte Heerde, wozu ſpaniſche und ungariſche Böcke angewandt und mit den Landes- ſchafen gepaart wurden. Der jährliche Crirag, den dieſe Heerde für Wolle liefert, beträgt über 26,000 Thlr. Zugleich iſt es merkwürdig, eine ſo große Anzahl Schafe in einer Gegend, wie die Grafſchaft Glaz iſt, zu unterhalten, indem die daſigen Gebirge nicht nur weniger Sommerweide liefern, ſondern wo auch das Klima eine 6monat- liche Winterfätterung nothwendig macht, YAllein durch eine zweckmäßige Bewirthſchaftung der Fel- der, hat auch der Graf von Magnis das hierzu erforderliche Futter zu erhalten gewußt.
Auch in dem eigentlichen Königreich Preußen und zwar in dem öſtlichen Theile deſſelben, be- müht ſich jeßt der Herzog von Schleßwig- Hol- ſtein- Beck, Friedrich, zu Lindenau, als ein eifriger Landwirth, die Schafzucht zu veredlen und weiter auszubreiten. Seine Verſuche ſind ihm auch bis jeßt mit dem beſten Erfolge gekrönt wor- den, und er beſißt ſchon eine gute Pflanzſchuie von ſpaniſchen Schafen.
3) In den bſtreichiſchen Staaten. Die Kaiſerin Maria Thereſia ließ im Jahr 1775 aus Spanien und Italien Schafe von edler Race
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