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Untersuchung über den eigentlichen Sinn der höheren Analysis, nebst einer idealistischen Übersicht der Mathematik und Naturkunde nach ihrem ganzen Umfang / Von Ernst Gottfried Fischer
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verdankt, um sich von der unendlichen Frucht der

barkeit dieser Methode einen richtigen Begriff he

zu machen. Aber man wird auch leicht zuge- un 1

ben, dals diese Methode sehr abstract sey, und je n

dals es nicht wenig Übung in abstracten Denken Iysis

eıfodere, sich von denı Sinn, der auf diesem der

Wege gefundenen Sätze und Formeln, recht be-& sc

stininıte, deutliche, und festgefalste Begriffe zu N so

machen. Denn da sie ganz im Allgemeinen N 6

bleibt, so arbeitet sie auf einen Gebiete, wo i b

II; nichts unmittelbar anschaulich ist. Es ist aber k st

|| sichtbar, dafs es unendlich leichter sey, durch|(

ul unmittelbare Anschauungen als durch nuittelbare| 6

in blofs willkührlichen Symbolen, zu bestimmm-» W

| ten und deutlichen Begriffen zu gelangen. Die ta

| geometrische Methode behält daher immer ei-\ tiv

| nen unschätzbaren Werth; von ihr mıufls der Tnı

\| Vortrag ausgehen, und wo sich abstracte Unter-| ale

| suchungen auf sie zurückführen lassen, gewinnt StR

i| gewils der Lernende sehr viel.|[

| 75. Ich hoffe, der Leser werde sich nach f 'aufmerksamer Durchlesung dieser Abhandlung|

nıit völliger Befriedigung überzeugt fühlen, dals die einfachen Regeln der Differenzial- und In« tegral- Rechnung, die man ursprünglich aus N den paradoxen Begriff des Unendlichkleinen ab=\

geleitet hat, einer strengen Rechtfertigung und|

aller der Evidenz empfänglich sind, an welche man sonst in der Mathematik gewöhnt ist. Es

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}

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| la | ist eine auffallende, obgleich eben nicht seltene ||| Erscheinung in der intellectuellen Welt, dafs |!|

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