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Untersuchung über den eigentlichen Sinn der höheren Analysis, nebst einer idealistischen Übersicht der Mathematik und Naturkunde nach ihrem ganzen Umfang / Von Ernst Gottfried Fischer
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denn alle diese Wissenschaften bilden nicht etwa blofs ein zufällig zusamnıengefügtes Haufwerky sondern sie werden durch eine einzige einfache und klare Idee zu einer einzigen grofsen Wis- senschaft von unermelslichem Umfang verbun- den. Der Zweck jeder einzelnen Naturforschung ist ganz unzweydenutig deutliche Erkenntnils ei- ner Erscheinung, die wir durch die Sinne wahr- nehmen. Diese Erscheinungen aber sind von doppelter Art. Entweder stellen sie sich uns dar als wirklich bestehende Dinge, Körper, Na- turwesen, oder sie zeigen sich uns als blofse Veränderungen in dem Zustand eines Naturwe-

, und so ist die einfache klare Idee, welche

der ganzen Naturkunde zum Grunde liegt: wis- senschaftliche Erkenntnils des ganzen Umfangs aller Naturwesen und ihrer Veränderungen.

Vermöge dieser Idee zerfällt die gesammte Naturkunde in zwey grolse Zweige: in die Kennt- nils der Naturwesen selbst, und in die Kenntnils ihrer Veränderungen. Jene nenne ich Natur- beschreibung(physica historica), diese Na- turlehre(physica dogmatica).

I. Naturbeschreibuns.

Der erste Theil ist nichts anderes, als was nıan gewöhnlich Naturgeschichte nennt. Ihr Zweck ist, durch genaue Kenntnifs alles dessen, was jeder Art von Naturwesen eigenthümlich ist