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Untersuchung über den eigentlichen Sinn der höheren Analysis, nebst einer idealistischen Übersicht der Mathematik und Naturkunde nach ihrem ganzen Umfang / Von Ernst Gottfried Fischer
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z. B. alles, was tvesentlich zu dem empiri- schen, also nichtidealischen Begriffe ei- nes Menschen gehört, in jedem von der Na- tur vollendeten Individuum vollständig dar- gestellt, nur vermischt mit der Unendlichkeit aller seiner Individualitäten. Die /dee von ei- nem Menschen hingegen, d.h. der allgemeine Begriff, den wir uns von einem Menschen ma- chen müssen, insofern er mit absoluter Vollen- dung das wäre, was er nach seinem ganzen We- sen seyn kann, oder seyn soll, diese Idee ist offenbar nur ein blofses reines Gedankending, das in der Wirklichkeit nur annähernd, und doch immer nur in unendlichen Abstand von der Idee dargestellt werden kann: denn Ideen bezeichnen blofs Zielpunkte, denen sich alles empirische nähern soll, ohne es je zu erreichen.

Es ist, dünkt mich, schon aus dieser kur- zen und daher unvollständigen Darstellung sicht- bar, dafs die Ideen von unendlicher Wichtigkeit sirrd für allen theoretischen und practischen Ge- brauch der Vernunft. Ideen und Ideale sind nothwendige Erzeugnisse der Vernunft, nicht Schimären, womit sie diejenigen verwechseln, welche alles Idealische für ein Spielwerk der Phantasie halten, dessen der vernünftige Mensch wohl entbehren könne; aber man muls eine Idee auch nicht als das in endlicher Entfernung liegende Ziel auf einer Laufbahn betrachten, das man erreichen solle; denn was nicht erreicht werden kann, das kann auch kein Gesetz befch»

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