Vollſtändiges Regiſter, 61x
das Aufhötungsrecht dem Eigenthümer des Waldes öfters an den durch Verwandlung deſſelben in Akerwerk vorzunehmenden Ver- beſſerungen gar ſchr hinderlich ſey; wobey zugleich die Anmerkung, daß dergleichen Ver- änderungen zu unſern Zeiten mehr, als ehe- mahls, bedenfiich fallen, beygefüget wird, 297« Daß dennoch zu unſern Zeiten Fälle, wo die Radung der Wälder vor nüßlich zu achten iſt, vorfallen können, eb, daſ, Daß es auch in Anſehung des nicht ungewöhnli- <en Abbaues der Wälder, um mehrere Ar- beiter anzuſeßen, hierunter eine gleiche Be- wändtniß habe, 298. Daß daher kein Eigen- thümer in einem Walde, auf welchem ein AufhütungLrecht haftet, eine dergleichen Ver- änderung ohne Einwilligung der Aufhütungs- berechtigten, vornehnen könne, es aber den- noch verſchiedene Ausnahmen von dieſer Re- gel gebe,<99- Warum, wenn überflüßige Weide vorhanden iſt, von dem Aufhütungs- Berechtigten ein dergleichen Abbau oder Uxr-
barmadzzung in einem Theil des Waldes nicht+
widerſprochen werden könne, 360. Daß als- denn wegen der Unterſuchung, ob überflüßige Weide vorhanden ſey, oder nicht, eben dieje- nigen Maßregeln, die oben davon an die Hand' gegeben worden, beobachtet werden müſſen, eb. daſß, Warum aber bey dieſer Un- terſuchung nicht bloß auf die Zulänglichteit der Weide des ganzen Waldes, ſondern auch auf jede Art derſelben ins beſondere Rückſicht zu nehmen ſey, 301. Daß zu einer derglei- <en Unterſuchung feine bloße Ofularbeſichti- gung hinreichend fey, ſondern der Bedarf der Weide des Aufhütungsberechtigten ſowohl, als auch des Eigenthümers, auf das genaue» ſte berechnet, und mit dem Bedarf der Weide von jeder Art, in Vergleichung geſtellet wer» den müſſe, eb, daſ.- Bedenfklichkeit, die hie- bey, wenn gleich in Anſehung des ganzen Waldes überflüßige Weide wäre, im Fall der ECigenthümer den vorhabenden Abb34 auf ei» nem dem Aufhütungsberechilgten nabe bele- genen Plaß vorriehmen wollte, entſtehen wür- de, 303« Vorſtehendes wtrd darch ein an» genommenes Beyſplel näher erläutert, eb. daſ. Wie in einem ſolchen Fall ntit der Unterſuch» ung zu verfahren, und auf welchen Gegen»
ſtand derſelbe zu richten ſey, 304. Erörter- ung der Frage, cb, wenn auch gleich feine überflüßige Weide in dem Walde vorhanden iſt, dennoch der Auf hütungsberechtigte wirk» lich etwas verliere, wein der Eigenthümer einen Theil dieſes Waldes zu Acker machyet, dem Auf hütungsberechtigten aber dieſen Ater, zu ungeſchloſſenen Zeiten, vor wie nach zu behüten, vorbehalten wird, eb. daf. Urſa- <en, warum der Aufhütungsberechtigre, in einem dergleichen Fall, an der Güte der Weis de mehr gewinne, als verliere, 305. Daß, weil ein ſolcher Acker nur;u ungeſ<loſſenen Zeiten behütet werden tfanü, der Aufhütungs- Berechtigte zwar an der Meoge ver Weide zu verlieren. ſcheine, ſoiches aber nur, wie die davon anzulegende Berechnung zelgen wird, ein bloßer Schein ſey/ 306. Durd) eine angelegte Berechnung wird näher ertvie» ſen, daß der Aufhütungsberechtigie auf ei- nem ſolchen neuen U&erpiaß, aus der Mei ge nach, wirklich mehr Weide für ſein Vieh genteße, als er auf deiſelben vorhin, da er nod) mit Holz bewachſen war, genoſſen haf, eb. daſ, Vorſtehende Berechnang wird an- noch näher erläutert, und dadurch der Saß: daß einem Auf hütungsberechtigten durch et: nen dergleichen Abbau des Waldes fei Rach fheil wiederfahre, beſtärtet, 308, Warum die dagegen anzubringende Zweifel ebearats näher erörtert und aus einander geſeget ie! den müſſen, 309- Daß auch alsdena, weni der urbar gemachte Platz kein därrer Kicfer- Boden, ſondern fruchtbarer Eich- oder Buch- Grund iſt, der Jufhüfungsberechtigte keinen Schaden dabey leide, eb. daſ. Widerlegung des Cinwandes, daß dem Aufhütungsberech- tigten die auf einem ſolchen neuen Vorwerks- Acker befindliche Weide durch das Vieb des Eigerthümers präripiret werdeu möchte, 3124 Verſchiedene hiebey noch nsthige Anmertun» gen, wenn ein Yuf vütungsderechtigter zur Bewilligung einer ſol<)en Veränderung durch einen richterlichen Spruch angebalten werden ſoll, eb, daſ, Erörterung der Frage: ob ein Auf hütungsberechtigter dem Cigenthümer, wenn ihm der Wald zu weit entlegen iſt, den Abbau ſeiner nahe am Walde belegenen Aecker zu einem beſondern Vorwerk oder Hamuel- 2 h9hh 2 Schä-
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