Vollſtändiges Regiſter. 625
VIII. 192. arum dieſer Saß beſonders alsdenn eine Augnahme leiden müſſe, wenn nicht bloß das Holz ix dem Walde, ſondern auch die Hütung in demſelben, unter der Ge- meinſchaft ſteht, 193. S7ß daher dieſe Fälle ſehr wohl von einander za unterſcheiden, und wie bey einem jeden zu verfahren, beſonders zu zeigen ſey, 1944 Warum, wenn beydes, Holzungs- und Hätungsrecht gemeinſchaft- lich iſt, die Theilung des Waldes nicht nach der Güte des Holzes, ſondern nach den Flä- <heninhalt des Waldes geſchehen könne, eb, daſ. Daß es aber billig ſey, wenn durch eine dergleichen Theilung, das eine oder andere Theil an der Güte des Holze3 verlieret,- daſ ſelbe gehörig zu entſchädigen, 195. Warum
*aber alüdenn, wenn nur bloß das Holz, nicht
aber die Hütkung, unter der Gemeinſchaft ſteht, das erſtere nach ſeiner Güte getheilet werden fönne und müſſe, indem in dieſem Fall nicht immer eine Entſchädigung Statt fiaden, und dem verfürzten Theil, ſolche anzunehmen, zu- gemuthet werden kann, eb. daſ Daß es hierunter eine ſehvgeſchicte Theilungs8metho- de ſey, wenn der Wald dergeſtalt durchſchnit- ten und in gewiſſe Caveln geſeset werden fann, daß eine jede Cavel von allen Holzſor- ten, ſo viel möglich, das erforderliche erhalte, da alsdenn dieſe Caveinunter die Gemeinheis- Intereſſenten nach dem Loſe zu vertheilen find, 1956. Warum bey Erbteheilungen auf die Theilung eines Waldes- föglich nicht anders, als wenn der darauf beſtehende Intereſſent ſchon vorhin in der Nähe deſſelben ltegende Güter beſißt, angetragen werden könne, 197. Daß aber alsdenn die Theilung nach dem Flächeninhalt des Waldes geſchehen, und ei- nem jeden Erben derjentge Theil, der ſeinen Gütern am nächten belegen iſt, zugeſchlagen werden müſſe, eb. daſ.“ Daß in dergleichen Fällen die Ungleichheit in der Güte ves Hol- zes ebenfalls durc eine feſtzuſeßende Entſchä- digung aufgeglichen, dieſe aber nicht in Holz, ſondern in'baaren Gelde beſtehen müſſe, 1983. Warum dergleichen Waldtheilungen, weil ſie dem-Erben des Gutes zum offsabaren Rach» tbeil gereichen, nach Möglichkeit zu widerrg- then find, deanoch. aber von dem Richter, wenn fich die übrigen Miterben, davon abzu»
ſtehen, in Güte nicht bewegen laſſen wollen, nicht verworfen werden können, 199- Daß aber, wenn eine dergleichen Waldtheilung un- fer den Erben auf eine rechtliche Art geſche- hen ſoll, der zu theilende Wald von folcher Beſchaffenheit ſeyn müſſe, daß der dem Guks- Befſißer übrig bleibende Theil annoch zu ſeinen eigenen Holzbedörfniſſen volkommen hinrei- <Hend iſt, 200+ Warum auch eine dergleichen
"Waldtheilung niemahlis-weiter, als.nur bloß
auf die Holzbenukung, zu keinen Zeiten aber auf die in den Wäldern befindliche Hut und Trift, ausgedehnet werden könne, 201 Warum ein Richter, oder der von ihm dazu verorditete Commiſſarius, ſfich-vorzüglich alle mögliche Mühe, die in den Wäldern befindli- <s Gemeinheiten aufzubeben, oder doch wes nigſtens feine neue durch ungeſchicfte Erbtheti- lungen zu ſtiften, geben müſſe, 2029. Was rum wenigFens, wenn auch gleich'nicht wegen der andern Neben» Waldnußungen eine Auf» hebung der Gemeinſchaft möglich fällt, ſolche in Anſehung des Holzes zu bewerkſtelligen ge» ſuchet werden müſſe, 202-« Warum ſich die Schädlichkeit der Gemeinſchaft in den Wäls dern in Anſehung des Holzes, alsdenn ganz vorzüglich äuſſere, wenn die Gemeinſchaftsin- keceſſenten an einem ſolchen Walde nicht ein gleiches Recht haben, ſondern-dem einen ein größeres Antheil, als dem andern, daran ges bühret, 204. Daß man, wenn auch gleich die Gemeinſchaft der Wälder öfters aus dem Grunde zu heben unmöglich fällt, dennoch wenigſtens die ſchädliche Folgen derſelben zu
“mäßigen und weniger empfiadlich zu: machen
ſuchen müſſe, 205. Daß zu dieſem Endzweck die landesherrliche Forſtordnungen ganz füg- lich zur Richtſchnur genommen, und auch die Privatmitetigenthümer, fich darnach zu richten, rechtlich angehälten werden können, eb. daſ. Daß bey einem jeden Walde, in Anſehung ſeiner Erhaltung ſowohi, als auch ſeiner Be- nußung,(ine gewiſſe Ordnung, wozu die emanirte landesSherrliche Forſtordnungen die beſte Unleitung geben, erfordert werde,-207. Warum ſich ein jeder Miteigenthümer die oben näher beſchriebene Eintfheilung der Wäl- der, da ſelbige zur offenbaren Erhaltung der- ſeiben gereichet, gefalien laſſen müſſe, eb. daſ,
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