«wwnldngrn REER - 2 2 Std;
DB„R EE En E26“ SIED winner
554 Eilftes Hauptſtü>.
Die Waldſtreue kann auch an denen Orten, wo wirklich Mangel an Stroh ji nur bloß im Sommer Statt finden, weil ſonſt der Wolle, mi; es aeg ÄN 32 giebt, ein ſehr merklicher Schade geſchiehet, dieſe aber doch die Hauptſache iſt, worauf bey der Schafhaltung alle wirthſchafiliche Abſichten gerichtet ſeyn müſſen. - Ich habe auch an den Orten, wo das Streurechen bis zum Mißbrauch gewöhn: lich iſt, dennoch die Schafſtälle des Winters jederzeit mit Stroh eingeſtreuet gefunden. Auch des Sommers können die Herrſchaften der auf alle Art verderblichen Wald- Streue entbehren, wenn man allenthalben einen nüßlichen Hortenſchlag, den ich aber zu meiner größeſten Verwunderung eben an den Örten, wo das Streurechen eingeführt iſt, am wenigſten angetroffen habe, halten wollte.;: E Bey den Bauern aber kann, weil ihnen das Recht des Hortenſchlages fehlet, hievon keine Anwendung gemacht werden/ und es iſt“ ihnen daher an Strohmangel ha- Hö das Einſtreuen ihrer Schafe zu Sommorszeiten mit Waldſtreue allerdings zu verſtatten./ Aus dieſem allen erhellet denn ſo viel, daß auch bey der Beſtimmung der Wald- Streue für die Schafe nur auf die Hälfte des Schafjtandes Rückſicht genommen werden könne, und folglich einem Bauer, der 10 Stück Schafe hat, mehr nicht, als auf 5 Stück die benöthigte Waldſtreue mit 13 Fuder zuzubilligen ſey. HIE | Daß'ich hierunter ſehr reichlich gerechnet, und von 153 Fuder Streu 5 gute und tüchtige Fuder Schafmiſt erzeuget werden können, davon wird ein jeder Wirthſchafts- Verſtändiger, dem ſonſt nur dieſe ſeltſame Wirthſchaftsart einiger- Maßen bekannt iſt, vollkommen überzeuget ſeyn.
a). Es iſt bekaant, daß die von den Schafen abgefreſſene Oerte oder Urſche, beſonders, wenn ſie eine Zeitlang über dem Schafſtall gelegen, und. den Dunft der Schafe an fich gezogen hat, allen andern Vieharten, beſonders den Pferden und dem Rindvieh zuwider iſt; wes» halb ſie auch das davon geſchnittene Hexel nicht anders, als aus Noth und Hunger freſſen.
Zur Bedachung aber iſt dieſe Schafurſche, wenn anders dieſelbe die gehörige Länge „und Stärke hat, beſſer, als das nnabgefreſſene Stroh, indem durch die annoch daran be- findliche Aehren die Mäuſe gar ſehr angelocet zu werden, und ſolche Dächer in kurzer Zeit zu zerſchneiden und zu verderben pflegen.||;)
Die Bedachung ift zwar allerdings in allen Landwirthſchaften eine nothwendige und unentbehrliche Sache.„Da es aber: mehrere Arten von Dächern giebet, und die von Stroß angefertigte nicht ſchlechterdings nothwendig ſind, ſo thut ein Landwirth unrecht, wenn er aus dieſer Urſache den ganzen Düngungszuſtand ſeiner Felder zerrütten, und nicht lieber eis Re andere Bedachungsari wählen will, j
G. 833» *%n wie weit auch vor die Schweine. der Bauern einige Waldſtreue auszuſezen ſey.?
Ich ſebe voraus, daß die Bauern bey dieſer Beſtimmung der ihnen nöthigen Waldſtreue anch ihr Schweinvieh mit in Anregung bringen,„und davor ebenfalls etwas verlangen werden.
Allein die Waldſtreue iſt diefer Viehart auf keinerley Weiſe anpaſſend, and ſe fchicket ſich in den Schweinſtällen faſt noch weniger, als ix den Schafſtällen« Daß


