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Von den wirthſchaftlihen Wahrheiten, welche ſowohl 10. 53
Bey dem Miſt aber, der von der Waldſtreue gemachet wird, hat weder dieſe Gährung noch daraus entſteheude Fäulniß Statt, ſondern es werden die Tangernadeln, nachdem ſie mit dem„Koth des Viehes vermenget worden, gemeiniglich in eben derjeni- gen Geſtalt, als man ſie unter daſſelbe geſtreuet hat, auf das Feld gefahren, und ihre, Verfaulung erfolget nur erſt einige Jahre nachher in dem Acker, wie ſie ſich denn in demſelben no) in dem zweyten und Dritten Jahre ganz merklich zu zeigen. pflegen.
Hieraus ziehe ich den Schluß, daß mit einem Fuder Streue, ſo wie es von zwey
« mäßigen Pferden bezwungen wird, ganz füglich 4 Fuver Miſt gemacht werden können.
Und wenn man auch, um in der Sache deſto ſicherer zu gehen, auf 10 Fuder Miſt noch ein halbes Fuder Streue zuſeßen wollte, ſo würde doch offenbar werden, daß für jedes Stück Rindvieh nicht mehr, als 3 Fuder Streue nöthig ſind.
Wer jemahls an ſolchen Orten, wo der Streumiſt gewöhnlich geweſen iſt, und das Streufahren der Bauern, ſo ſie für ſich ſelber thun, mit angeſehen, auch dabey die Beſchaffenheit des Streudüngers in nähern Betracht genommen hat, der wird boffent2 lich von ſelbſt überzeuget ſeyn, daß dieſe Beſtimmung nicht unverbältnißmäßig ſey,
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Wie viel Fuder an Waldſtreue jährlich vor die Schafe zu beſtimmen. und daß.!dabey eben» falls wenigſtens. die Zälfte des zur Einſtreue nöthigen Bedarfs auf das Stroh gerechnet und zurück geſchlagen werden müſſe.
Na der wirthſchaftlichen Erfahrung fann man von 10 Stück Schafen, wenn ſie volle Einſtreue haben, das ganze Jahr hindurch ebenfalls:o Fuder Miſt erwarten. und. bey, den Bauern iſt dieſes um ſo.mehr. mit Zuverläßigkeit anzunehmen, als. dieſelben feinen Hortenſchlag haben, und folglich ihre, Schafe das ganze Jahr hindurch: ſowohl über Sommer als Winter des Nachts im Stalle halten müſſen.
Aus den im nächſt vorſtehenden 6. angeführten Gründen wird auch zu dem Scafmiſt mehr Stroh als Waldſtreue erfordert.|
Bon ſelbſt folget hieraus. daß auf. jedes 10tel Schafe drey zweyſpännige Fuder Streu zu rechnen ſind. kos;'
Jedoch muß hiebey ebenfalls auch in den ſchlechteſten Gegenden, daß die Hälfte der Schafeinſtreue mit Stroh bewerkſtelliget werden könne, vorausgeſeßet werden.
Das hauptſächlichſte Winterfntter der Schafe beſtehet in Stroh, und nicht al- lein ganz nätürlich, ſondern auch dem allgemeinen Wirthſchaftsgebrauch gemäß iſt es, daß dasjenige, was von dem abgefreſſenen Stroh übrig bleibet, den Schafen unterge ſtreuet werde,
Deu, Winter-hindurch kann es ſolchemnach:an Stroheinſtreue für die Schafe niemahls fehlen. ä INE
Denn wo. Schafe gehalten werden können, da muß auch. Strobß, um ſie den Winter über damit zu unterhalten, vorhanden ſeyn, und weil das abgefreſſene Stroh, die einzige Bedachung ausgenommen, ſonſt zu feineni andern Gebrauch tauglich iſt::), ſv würde es höchſt unwirthſchaftlich ſeyn,.wenn man ſolches hiezu nicht anwenden, fondern Ratt deſſen eine für.die Wolle. der Schafe höchſt ſchädliche Waldſtreue wählen wollte,
Qecon, Foreis, VILL Theil.“ ZIF; Die


