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Von dem Urſprunge, Verſchiedenheit, Unterthänigkeit, 26, 533
6. 658. Urſachen, warum dieſe Art von ungemeſſenen Dienſten auch vor die Zauern vor? züglich nüglich iſt.
Vorſtehendes wird hinreichend ſeyn, einen jeden, der ſolches nur in einige Ueber legung nimmt, von der Vorzüglichkeit dieſer Art der ungemeſſenen Bauerdienſte, in An- ſehung der Herrſchaften, auf das deutlichſte zu überzeugen.
Da wir aber oben behauptet, daß felbige auch zum wahren Nuten des Bauern ſelber, die dazu verpflichtet ſind, gereichen, ſo werden die darunter zum. Grunde liegenden Urſachen ebenfalls angezeiget, und in ein näheres Licht geſeßet werden müſſen.
Ein Bauer, der nicht ſchlechterdings mit ſeinem Seſpann und Geſinde käglich auf den Hofedienſt liegen darf, ſondern die wirthſchaftlichen. Herrſchafts- Geſchäfte, zu deren Bewerkſtelligung ihn ſeine Dienſtpflicht- Schuldigkeit verbindet, nach Bequemlichfeit ver- richten kann, iſt im Stande, ſeine eigenen Nahrungsgeſchäfte weit ordentlicher einzurich- ten, und ſolche Verfügungen za treffen, daß- ſowohl die herrſchaftlichen als auch ſeine eigene Arbeiten zu vechter Zeit geſchehen können.
Ein Bauer, deſſen Geſpann täglich. auf den herrſchaftlichen Aer, oder ſouſt in herrſchaftlichen Verrichtungen zuzubringen ſchuldig. iſt, muß ſeine eigenen Arbeiten gemei- niglich entweder übereilen, und zu frühe verrichten, oder ſich damit verſpäten, weil ihm der Herrendienſt nicht die Macht, hierunter die gehörige Zeit wahrzunehmen, läſſet, ſon- dern er alles, uur gleichſam verſtohlner Weiſe, was in ſeiner eigenen Wirchſchaft zu be- werkſtelligen nöthig iſt, zu verrichten ſuchen muß.
Das aber reiche und ſchlechte Erndten von der richtigen Beobachtung der rechten Zeit im Aerbau gar ſehr abhangen, wird wohl von keinem erfahrnen Wirchſchaftsver- Fändigen in Abrede geſtellet werden. können.
6. 659» Fortſetzung dieſer Urſachen.
Sey den ungemeſſenen Bqauerdienen, die nach Tagen geſchehen, verlieret der Bater faſt alle zu ſeiner eigenen Arbeit nötßige Zeit, und in den herrſchaftlichen Verrich» tungen geſchiehet ebenfalls faum der dritte Theil desjenigen, was bey gehörig angewand- ken Fkeiß geſchehen könnte.
Das Gefinde alleine macht ſich dieſes zur Unterhaltung ihrer gewöhnlichen Faul- heit zu nuße, wie man denn genteiniglich an den Orten, wo dergleichen Dienſte gewöhn- lich ſind, eis beſonderes faules und träges Dienſtivolk anzutreffen pfleget. Sie ſind of- fenbare Tagediebe, und dbetriegen dur<h ihre vorſekliche Faulheit nicht allein ihren Grund» herren, ſondern auch den Bauer als ihren Brodherren, weil derſeibe bey den täglichen Dienſten auf ſie nicht Achtung geben, ſondern ibrer Faulheit den freyen Zügel laſſen muß.
I| aber der Bauer bey den herrſchaftiichen Dienſten nicht aun Tage gebunden, ſondern er kann das ihm obliegende verrichten wenn er wilt, ſs iſt er auch alsdenn, wenn er auf herrſchafilichen Acer arbeitet, bey ſeinem Dienſtvolk nicht zugegen, und ſie müſſen ihm mit eben demjenigenFleiß, mit. welchen er ihnen vovarbeiter, folgen,
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