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worden iſt, jederzeit gehörig durcharbeite, weil ſolches zu ſeinettt eigenen Nu en gerei und er dadurch viele Mühe erſparet.?; VAUBetei ie Eine. gleiche Bewandnuiß hat es mit allen andern herrſchaftlichen Wirthſchaftsge- äften. Ein Bauer z. B., der da weiß, daß er den ſämmtlichen herrſchaftlichen Miſt zu - Felde bringen muß, ladet gewiß, ohne ſeine Pferde zu überläſtigen, dreymahl ſo viel auf, als ein anderer, der blos nach- Tagen dienet, Mit den Holzfuhren und allen andern Wirthſchaftsverrichtungen, ws die von deim 8 ie fahrende Laſt von deſſen Willkühr abhanget„- hat es eine gleichmäßige Be» affenheit..
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Von der großen Bequemlichkeit, die mit.dieſer Art von ungemeſſenen Bauerdienſkew vor die Zerrſchaft verbunden iſt.
So-groß und. wichtig der Nußen iſt, der einer Herrſchaft durch eine dergleichen Dienſiverfaſung zuwächſet, eben ſo groß und wichtig iſt auch die damit vor einen jeden an folchen Orten wirthſchaftenden Eigenthümer verknüpfte Bequemlichkeit.
Wie ruhig kann nicht ein Landwirth ſeyn, dev ſich mit keinem unſchlac<tigen und unarkigen Geſinde plagen, uoch vor die Unterhaltung des ſonſt benöthigten Zugviehes an Pferden und Ochſen ſorgen darf?
Beſonders zu unſern jeßigen Zeiten iſt das erſtere ein wirthſchaftlicher Vorzug, der nie hoch genung geſchäßet werden kann.
Um das übel geartete Geſinde und Dienſtvolk in gehöriger-Ordnung zu erhalten, mag man faſt nicht genung Aufſeher haben, und. dem ohnerachtet bleibet doch noch vor die Herrſchaft ſelber jederzeit eine Menge von täglichen Verdrießlichkeiten und Aergerniſſen, die nicht zu vermeiden ſtehen, übrig,-
Ein Landwirch, deſſen Bauern zu beſtimmten herrſchaftlichen Geſchäften derge- ftalt verpflichtet ſind, daß er kein eigenes Geſvann noch Dienſtvolk halten darf, kann ru- Hig ſchlafen, und ſeine Morgenſtunden in Vergnügen zubringen, anſtatt daß ein anderer, fo bald er nur erwachet, unzählige Aergerniſſe, Unordnungen, uud allerhand unangeneh- me zwiſchen dem Dienſtvolk zu ſchlichtende Händel antrife.
Ia, ein Landwirth, der ſouſt zur richtigen Beſorgung ſeiner Wirthſchaftsgeſchäfte drey und mehrere Aufſeher nöthig hat, kann. bey einer ſolchen glücflichen Dienſtverfaſſung ganz füglich, mit einem von dieſen Geſchöpfen zurechte kommen.
Wer do. weiß, wie viel Verdruß man. auch von dieſer Art von Leufen, wenn man deren mehrere halten muß, auszuſtehen hat, der wird ſchon aus dieſem Srunde die mit zer bemeldeten Dienſteinrichtung verbundene Bequemlichkeit hochſchäßen müſſen.


