XVI Summariſcher Jnnhalt. 5. 247- Daß zwar in der Alt- und“ Mittelmärkiſchen Lehns- Conſtitution deshalb
nichts feſte geſeßet ſey, dennoch aber nach der Obſervanz, eben ſo wie in der Neumark, das gemeine Recht darunter beobachtet werde. S. 185.
-' 248. Von dem Saz des Sächſiſchen Rechtes, daß die Saat ſv die Egge beſtri- Hen, und das Gartenland über welches die Harke gegangen, den Allodialer- ben ein Recht die davon gewachſene Früchte, wenn ſie auch gleich noch nicht von dem Fundo ſepariret ſind; zu verlangen gebe, warum ſolches aber weder der Vernunft noch auch der Analogie der Rechte gemäß ſey. S. 185.
7 249. Daß inzwiſchen dieſer Saß an allen Orten, wo das Sachſen» Recht einge- führet, beobachtet, und durch die Obſervanz beſtätiget werde. S- 186.:
» 250. Warum aber dieſer Saß des Sächſiſchen Rechtes nur im engſten Verſtan- de genommen, und auf keine andete Früchte des Fleißes, als nur die AFer- und Gartenfrüchte, angewendet werden könne. S. 1856.
- 251. Daß daher alle Früchte des Fleißes, mit welchen es nicht eine gleiche Be- ſchaffenheit hat, auf eben dem Fuß, wie nach den gemeinen Rechten geſchiehet, behandelt, und ſolche in fructus pendenres& ſepararos eingetheilet werden nüſ- ſen, welches durch einige Beyſpiele erläutert wird. S. 188. 4
- 252- Daß der Saßz des Sächſiſchen Rechtes von der mit der Egge beſtrichenen Saat nach der Magdeburgiſchen- Policey- Ordnung vom Jahr 1688. zwar alsdenn, wenn ein Ehemann in dem Wermögen ſeiner ohne Kinder verſtorbe- nen Ehegattin ſuccediret, Statt finde, ſonſt aber in andern Erbſchafrsfällen kein Gebrauch davon gemacht werden kann. S«. 188.
» 253. Fortſekung des Worigen. S. 189.:
- 254. Daß in Pommern, obgleich daſelbſt das Sachſen- Recht nicht eingeführet iſt, dennoch die Wirtwe nicht allein die ſämmtlichen Früchte des Sterbejahres genieße, ſondern auch überdem ein volles Gnadenjahr habe, und fich mit ihren Töchtern darin theile, auch, bis ſolches geendiget, in dem Beſik und Wirth- ſchaft des Gutes verbleibe- S. 190..
» 255. Waruman den Orten, wo das Sächſiſche Recht zur Richtſchnur dienek, die Einführung eines gleichen Gnadenjahres vor die Allodialerven beyden Thei- len weit vortheilhafter, als die ſo mannigfaltige Vertheilung der Früchte, ſeyn würde. S. 190,]
- 9 256. Daß nach dem Longobardiſchen Recht die Früchte, wenn der Erblaſſer zwi-
ſchen den erſten März und lezten Auguſt verſtirbet, den Allodialerben ohne Un- tericheid, ob ſie pendentes oder ſeparari ſind, zuſtändig. S. 191,; - 257% Die Worte des Longobardiſchen Rechts, worauf die obige Dispoſition die- ſes Rechtes gegründet iſt, werden ſelber angeführet. S. 192... - 258: Daß in dieſer Stelle kein beſtimmter geſeßmäßiger Ausſpruch, welcher eine Verbindlichkeit nach ſich ziehen könnte, enthalten, ſondern. ſolMer nur blos eine Erzählung zweyer verſchiedenen Rechts- Meinungen, ohne, welche die rech-
te ſey, zu entſcheiden, in ſich faſſe- Sv- 193». +A50,


