Von der richtigen Beſtimmung der auf den Landgütern 26. 511
15614, welches eine Art von Waſſerſchleuſen iſt, geſchiehet. Die geringſte Schadhaf- tigfeit, die man daran duldet, kann einen ſehr ſchädlichen und gefährlichen. Waſſerdurch- bruch) verurſachen, zumahl das Waſſer ſchon ſeiner Natur nach einen beſtändigen Dru gegen dieſe ſenkigte Gegend des Teiches hat.
| 4) Die öftere Aufräuymung des Zuggrabetis ſowohl als auch des Zuges ſelber. 'Die Erfahrung lehret, daß ſolche ſehr leicht verſchlämmen, oder auch wohl gar. mit Schilf und Rohr zuwachſen, da denn; beſonders in dem Zuggraben, eine Menge von Fiſchen in dem Schlamm ſte&en bleiben tind-verlohren gehen.
Bey Teichen; die wechſelsweiſe gefiſcher und beſäet werden„ iſt dieſes weniger 'nöthig, bey den andern aber, die ohne Abwechſelung beſtändig mit Fiſchen beſeßet ſind, deſto nöthiger,:
Die Verſchiedenheit der. Lage kann bey" der Teichwirthſchaft noh mehrere Dinge nothwendig machen. Dieſe aber ſind die gemeineſte und gewöhnlichſte, und es können die darauf verwandte Koſten, weil ſie" kediglich die Erhältung der Teichwirthſchaft zum Grunde haben, von den Zeitbeſißern und Genießbrauchern, ſie mögen ſeyn von welcher Gattung ſie wollen, dem Eigenthünmer“oder fünft:igen Nachfolger niemahl zum-Erſaß angerechnet werden.
CG 204. Warum die neue Anlegung eines zur vollſtändigen Teichwirthſchaft noch fehlenden Teiches von großer Lrüglichkeit ſey.
Zu den nüßlichen Meliorationen. mag zuvörderſt die Anlegung neuer Teiche ſelber gezählet werden. Zu einer vollſtändigen Teichwirthſchaft, bey welcher, nach dem ec. 1. von uns gegebenen Abriß, die: Sache nicht mit„ein oder ein paar Teichen abgethan iſt, ſondern zeine..ganze Neihe von verſchiedenen, Arten. derſelben vorhanden ſeyn muß, wird ſich. wohl an.den wenigſten Orten Gelegenheit finden.;
Es fehlet aber bisweilen an einer Art von Teichen, entweder Stre>-, oder Wachs- teichen ,, welches verurſachet„daß die Teichwirthſchaft nicht in der gehörigen Ordnung ge- trieben werden kann.„Denn wenn es z. B. an einem Streteich zu zweyjährigen Saamen mangelt. ſo iſt die ganze Fiſcherey.in Unordnung, und man weiß nicht, wo man denſel- ben, wena. man ihn nicht aus der Nachbarſchaft aukaufen kann noch will, anziehen ſoll. Mit Einem Wort, die ganze Teichwirthſchaft iſt dadurc< verrüet und weit weniger nuß- bar, indem die Anziehung.des eigenen Saamens den meiſten Vortheil ſtiftet.
In einem folchen Fall nun iſt es allerdings ein ſehr nüßliches Unternehmen, wenn ein Zeitbeſißer durch Anlegung eines ſolchen Streteiches den bisherigen Fehler zu heben und aus denz Wege zu räumen ſuchet.
S. 205- Worauf'man bey einer ganz neu anzulegenden Teichwirtbſchaſt; wenn ſie vor nüßlich erkannt ' werden ſoll, hauptſächlich zu ſehen habe.
Die Nüßlichkeit der in dem vorſtehenden 5. gedachten Unternehmung iſt dergeſtalt
in die Augen fallend, daß ſie wohl nicht in Zweifel gezogen werden kann. 'Wollte aber ein Beſißer eine ganz neue vollſtändige Teichwirthſchaft anlegen, ſo Hat derſelbe, wenn ihm nicht künftig die daran verwandte Koſten ſtreitig gemachet, und <: das
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