510 Sechſtes Hauptſtü>k,
dige und nüßliche abtheilen, damit bey den“in dieſer Wirthſchaftsrubri vorkommenden Meliorationsfällen uicht eines mit dem andern vermenget werden möge«
6. 2093. von den zur Erhaltung der Teichwirthſchaft: nothwendigen Roſten.
Zuförderſt wollen wir uns die zur nöthigen Erhaltung der Teichwirthſchaft erfor- derliche nothwendige Koſten, welche ein jeder Zeitbeſiker und Geaießbraucher, er ſey von welcher Art er wolle, übernehmen muß, näher bekannt machen.
iezu rechne ich denn, nach meiner-von dieſem Wirthſchaftstheil habenden Kennt- niß und Erfahrung: s
1) Die Erhaltung der Dämme, die zur Faſſung und Haltung des Waſſers ange- fertiger worden ſind:;
Schadhafte. Dämme können in. dergleichen Teichwirthſchaften großen.. Schaden und Verluſt anrichten.'Denn die Augreiſſung-derſelben-bey ſtarken Waſſerfluthen, nimmt nicht ſelten den ganzen Beſaß mit hinweg, und richtet noch wohl überdem, wenn, der Teich groß iſt, auf den benachbarten Feldern allerley Verwüſtungen. an.
2) Die öftere Aufräumung der Waſſerzuflüſſe.
Teiche, die ihr Waſſer blos von Schnee und Regen erhalten, verdienen nicht, daß man ſie in die Claſſe der wahren und recht nußbaren Teiche ſeket. Denn bey tronen 'und dürren Jahren höret die ganze Teichwirthſchaft mit denſelben von ſelbſ? auf, und'man
weiß öſters nicht, was man mit den darin ſtehenden Fiſchen, da ſie noch nicht zum Ver- fauf tauglich ſind, auch in den heißen Sommertagen nicht füglich auf behalten werden können, aufangen ſoll.
Ein recht nubbarer Teich muß daher einen ſteten Zufluß von friſchen und lebendi- gen Waſſer, wie man es zu nennen pfleger, haben. Dieſen Zuflüß' bekommen ſie entwe-
der aus'Bächen und Fließen, oder auc< nur aus bloßen in der Nähe herumliegenden ſo
genannten Springen oder Quellen.;; Es ſey nun das eine oder das audeve der Grund ihrer Bewäſſerung, ſo'iſt alle-
mahl nöthig,- daß dieſe Zuflüſſe von Zeit zu Zeit aufgeräumet werden, daimit das Waſſer einen beſtändigen freyen Zugäng zu dem Teiche behalte. Beſonders iſt ſolches bey den bloßen Quellen oder Springen ſorgfältig zu beobachten, weil ſolche'bey trockener Witte- rung ſehr leicht zu verſiegen pflegen, und ihnen daher durch menſchlichen Fleiß, ſo'zu ſagen, Luft geſchaffet werden muß, damit das in der Erde ſte>ende Wäſſer deſto ungehin- derter hervor dringen fönne.: 3) Die Juſtandehaltung und genugſame Verſicherung des Abzuges.
Da es die Natur und Ordnung der Teichwirthſchaft mit ſich bringet,, daß die Teiche, ehe ſie'gefiſchet werden, abgelaßen, und die ſämtliche darin befindliche Fiſche in einem engen dazu ausdrücklich angelegten Keſſel zuſammen gezogen werden, ſo. muß der Teich an demjenigen Ende y wo er am tiefſten iſt, und der Waſſerhang hingehet, eine Oefaung haben, durc< welche das Waſſer vermittelſt des Abzuggrabens abgelaßen werden kann. Weil aber von dieſer Oefnung nur alsdenn, wenn. entweder der Teich, zu viel Waſſer hat, oder er gefiſchet werden ſoll, ein Gebrauch zu machen iſt, ſo erfordert es. die
Nothwendigkeit, daß ſolcher wohl verſichert werde, welches denn durch den RENE 4 n?,


