Von der richtigen Beſtimmung der auf den Landgütern ce.'505
E 1194, Von verſchiedenen neuen Anlagen, die als ein Theil der Solznugungsverbeſſerun: gen angeſehen werden können,.:
Es giebet viele Gegenden, wo das Holz dergeſtalle überflüßig iſt, daß es durch den-Verfauf in natura nicht wohl verloſet werden känn. will doch gerne jeder Beſißer ſeinen Wald nußen, und den möglichſten Genuß davon ziehen,.
Es tritt öfters noch. hinzu,. daß, wie ich oben bereits angemerket habe, durch einen heftigen, Sturm ein ſtarker- Windbruch entſteher, der die Verloſang des überflüßigen Holzes doppelt ſchwer und unmöglich machet. Und wann dieſes auch nicht wäre, ſo giebee es d.h in allen großen Wäldern eine Menge. von ſchwammigten, vindſchäligen und troc- nen Bäumen, welche weder zum Bau, no<h auch zu Kaufmannsgut weiter brauchbar und tauglich ſind.;;.;
Will nun ein Beſißer dieſes überflüßige Holz nicht muthwillig verfaulen- laßen, "fo.muß' ihm ſolches nothwendig'den nätürlichen'Gedanfen einflößen ,/ ſolc<es durch eine
Werwändelung," und durch ſolche Gewerbe! wözu ſtärke Feuerung" erfordert wird, ins Geld'zuſeßen«-' Denn zur wirchſchäftlichen Klugheit'gehöret es, daß man. diejenige Wirthſchaftsproducte, die man nicht in ihrer einfachen Geſtallt loß werden kann,„durch allerhand Umſchläge zu nuten ſuchen muß... Ein vernünftiger und aufmerkſamer Wirch verbrennet ſein Getreide, wofern ihm bey wohlfeilen Zeiten niemand etwas geben will, zu Brandtewein,"oder wendet"es* zur Viehnußung an, und bringet dadurch einen Ny- ßen heraus, bey dem er"beſtehen fanm.'“; ae
Eben ſo muß denn auch von einem wirthſchaftlich denkenden Gutsbeſißer in An- ſehung des Holzes, welches als. Holz. in einem verhältnißmäßigen. Preiſe nicht zu verlo- ſen ſtehet, verfahren werden.|:;
Dieſes gieber nicht ſelten zu verſchiedenen neuen. Anlagen, die nur da, wo über- flüßiges Holz vorhanden iſt, möglich und nüslich ſind, Gelegenheit. Vornehmlich rechne iM dazu Gläßhutten, Theeröfen, Ralt- und Ziegelbreunercven. GES ERTE
Dergleichen neue Anlagen entſtehen öfters aus vorbemeldeten Urſachen auf Gü- for; die voneinem Zeitbeſiker'oder Genießbraucher beſeſſen werden, und bey der Wieder»- abtretung des Sutes an deu Eigenchümer oder künftigen Succeßionefolger erwächſet denn die Frag?) ob und in wie weit! die darauf. verwandte. Koſten wieder erſtattet wex- “ven müſſea?;
"Die eigentliche Bewegungsurſache iſt zu dergleichen neuen Anlagen, der-Ueber« fluß des Holzes, den man dadur< ins Geld zu ſcken ſuchet. Wir werden uns daher von unſerer Abſicht'nicht entfernen, wenn wir: die Nüßlichkeit ſolcher Anlagen bey der gegen- wärtigen Gelegenheit mit ünterfachen/ und dieſelben als einen Theil der Waldnußungs- Verbeiſerungen anſehen; SERRE EG
Acme WEDELDS»|; Von Anlegung einer/Glaßhütte, und daß ſolche allerdings, zu.den nünlichen M7eliorationen gehöre.::
Die Anlegung einer Glaßhütte iſt unter den vorhin benannten zur beſſern Cot« ſumtion des überflüßigen Holzes gereihenden Anlagen, wohl ſonder Zweifel. die wichtigſte, „ſowohl in Anſehung ihres Nugßens, ais auch der dazu erforderlichen Koſten,| 297. Qecuit, Forens, 111, Theil, Ss8s Daß


