Vorrede.
gerliche keine adeliche' Landgüter kaufen ſollen, gehoren ausgeführet finden, 8
Sonſt iſt zwär bey dieſem Hauptſtü> der Verfaſſer von ſeiner er- ſten Abſicht. in ſo weit abgegangen, daß er-nicht blos die den Richtern zu wiſſen nöthige landwirthſchaftliche Wahrheiten berühret, ſondern auch zugleich die in dieſe Materie einſchlagende Meynungen der Rehtsgelahr- ten; zum Unterricht des ſonſt in der Rechtsgelahrtheit unerfahrnen und unwiſſenden Landmannes; mit eingemiſchet hat.
Er glaubet hierunter um ſo weniger geſündiget zu, haben, als ex auf dieſem Wege, ſowohl Richter als Landwirthe, in einer ihnen beyden zu wiſſew höchſt ndthigen Sache, zu gleicher Zeit unterrichtet, folglich einen doppelten. Nußen geſtiftet hat,
Die allgemeine Nutzbarkeit des Fünften=5auptſtücks, welches die'bey Pachtung und Berpachtung der Landgüter zu wiſſen nöthige Wahrheiten in ſich enthält, wird wohl von niemanden, der von der Wichtigkeit dieſer Materie nur einige Kenntniß hat, beſtritten werden,
Die vollſtändige Ausführung dieſer Wahrheiten hat, aus den in dem Schluß-Spho angeführten Urſachen; in dem gegenwärtigen Bande noch nicht geſchehen können. Inzwiſchen iſt doch in dex Erſten Abthei- lung, ſo dieſer Band davon in ſich enthält, die Art und Weiſe, wie der Verfaſſer das hiezu Nöthige vorzutragen gedenfet, dem geneigten Leſer angezeiget, und'dadurch zugleich der Zuſammenhang dieſer ganzen Mq- terie vor Augen geleget worden.
Die Sache iſt an und vor ſich ſelber, beſonders. in unſern Tagen, wo man faſt die meiſten Landgüter uncer einer Zeitverpachtung antrifty von der gröſſeſten Wichtigkeit, und es ſtehet daher nicht zu zweifeln, daß das ganze geehrte Publicum, wenn ſonſt des Berfaſſers Arbeiten noc< ferner deſſen geneigten Beyfall finden, eine vollſtändige Ausführung dieſer angefangenen Abhandlung nicht ungerne ſehen werde,
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