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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
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für die höhere Schaafzucht geſchah, und daß das, was guch dafür gethan ward, keinen günſtigeren Erfolg hatte. Man iſt hier an eine niedrige Landrente gewbhnt, die Menge der Güter erhebt dieſe Rente für die Beſißer doch zu einem hohen Einkommen, und ſo wird es den Admi- niſtrationen leicht, ihre Herren zufrieden zu ſtellen. Die Noth hat dort das Nachdenken noch nicht gewaltſam geweckt, und es iſt daher alles mehr im alten gewohnten und bequemen Geleiſe geblieben. Aber die neuere drang- volle Zeit greift mit ihren gezackten Rädern auch dort ein, und wird das Alte ſo rütteln, daß es endlich in ſich-zuſammenfallen-und dem Beſſern Plaß machen wird. Was für große Dinge. in der höhern Schaafzucht in Böh- men möglich ſind, das beweiſen einzelne Beiſpiele ſchon zur. vdlligen Genüge. Vielleicht vergeht kein Decen- nium, wo meine Vorherſagung eintreffen wird.

Bayern leiſtet in der höhern Schaafzucht zwar ſchon etwas, kommt aber, wenn wir von dem Standpunkte des. Weltmarktes ausgehen, wemig in Betrachtung. Seine landwirthſchaftlichen Verhältniſſe begünſtigen auch dieſelbe weniger wie in Bdhmen.

Ein Eifer, gleich dem in Mähren und Scleſien herrſcht jezt in Würtemberg. Wäre dort das Grundei- genthum nicht ſo-ſehr zerſtückelt und die Bevdlkerung nicht ſo ſtark, es würde ſich dann gewiß in ſeiner Woll- production den erſten Provinzen Deutſchlands an die Seite ſtellen können. Seine liberale Verfaſſung, die einem jeden ein freies und ſicheres Bewegen in ſeinem Grund- eigenthum ſo ſehr erleichtert, würde auch noch weſent-

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