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große Ankäufe gemacht, deren Folgen in der dortigen Schaafzucht deutli) genug zu erkennen ſind.
Mähren ſchwang ſich in den leßten zwei Jahr- zehnten in der höhern Schaafzucht mächtig empor. Der Schaafzüchterverein in Brünn vereinigte eine Menge Landwirthe, die mit großem Eifer für die Sache richtige Anſichten vereinigten und die Schaafzucht ihres Lan- des ſehr bald auf eine ſehr hohe Stufe hoben. Unſterb- liches Verdienſt erwarb ſich daher der Stifter dieſes Ver- eins(der würdige Hofrath Andre) nicht allein um dieſe Provinz, ſondern um ganz Deutſchland, daß er dur) denſelben einen allgemeinen Austauſch der Jdeen in Wort und Schrift bewerkſtelligte.
Als eifrige Nebenbuhler ſtehen, jezt Mähren und Schleſien einander gegenüber, und keines der beiden Länder darf im Fleiße nachlaſſen, wenn es nicht von dem andern überflügelt werden will. Jn beiden betreibt man die Schaafzucht mit einer Emſigkeit und unermüdeten Aufmerkſamkeit, von denen manfrüher keinen Begriff hat- te. Ein hd<ſt verſtändiges und rein ſyſtematiſches Verfah- ven ſichert den guten Erfolg, und mächt ein fortgehendes Emporſteigen derſelben mbglich und ganz wahrſcheinlich. Beide Länder haben in dieſer Hinſicht den ſeltenen Vor- theil, daß ſich die Gutsbeſißer perſvnlic) um die Sache bekümmern und meiſt die Leitung ihrer Schäfereien ſelbſt beſorgen. Wäre Sachſen auf dieſe beiden Länder nicht ſehr aufmerkſam und wendete in der Leitung ſeiner Schä- fereien nicht gleiche Aufmerkſamkeit und gleiche Einſicht an, ſo würde es mit ſeiner Wolle, wenn auch nicht vom
Elöners Schaafzucht. 14


