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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
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ausleſen.- Dadurch ward nun der Sächſiſchen Schaaf- zucht auf eine doppelt empfindliche Weiſe geſchadet. Die Forderungen an eine edle Wolle nahmen zu, und anſtatt in Qualität ſich zu verbeſſern, verſchlechterte ſich die Sächſiſche eher. Die Klagen von den Wollhändlern hielten die Schaafzüchter anfangs für ungegründet, und wenn auch Einzelne die Sache aus einem richtigeren Ge- ſichtspunkte anſahen, ſo konnten ſie dem überhand genom- menen Uebel doh nicht kräftig genug entgegenwirken. Troß dem aber kann Sachſen, ſobald ein aufmerkſames und ſyſtematiſches Verfahren in der Schaafzucht nur allgemein wird, ſeinen alten Ruf fortwährend behaupten und bald wieder vor allen andern deutſchen Provinzen geltend'ma- <hen. In ſeinen Heerden iſt ein ſo edles, durch Alter conſtant gewordenes Blut, daß dieſelben nur einer ſtets rationellen Züchtung bedürfen, um das vorzüglichſte Product zu geben. Dazu iſt bereits durch' viele ſehr ver- ſtändige und aufmerkſame Scaafzüchter die Bahn ge- brochen; und es dürfte wohl die Zeit nicht fern ſeyn, wo Sachſen hierin ſeinen alten Triumph feiern wird.

Von den Fehlgriffen, die Sachſen beging, 30og; hauptſächlich Schleſien Gewinn. JI kenne Heerden in dieſer Provinz, die ihre Abſtammungsſchäfereien jetzt bei weitem übertreffen, weil ſie aus dieſen den Kern her- ausnahmen und ſie verdarben. Andere Provinzen, wie die Mark Brandenburg und Melenburg, benußten zwar die ſich darbietende«Gelegenheit zur Veredlung ihrer Schäfereien auch, aber nicht in vem Maaße wie Schle- ſien, Auch nach den dſterreichiſchen Staaten wurden große