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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
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gehalten, und ihnen dadurch geſchadet, daß ſie dieſel:

ben verweichlihten und ihren ganzen Organismus er-|

ſchlafften; Andere verfielen wieder in den entgegenge- ſeßten Fehler und ſeßten ſte einem Grade von Kälte aus, der nur nachtheilig auf die Thiere wirken konnte. Dergleihen Extreme kamen aber in früheren Zeiten bei den gemeinen Landheerden nicht vor, weil mau die Sache mehr ihren natürlichen einfachen Gang fortgehen ließ.

Eine nicht genug beachtete Urſache von vielen Krankheiten in edlen Schäfereien liegt auch oft in

dem verſchiedenen Ankauf von Zuchtviehe. Es gibt

Schaafzüchter, die darin ohne alle Vorſicht verfahren. Sie haben den Grundſaß, man müſſe mit den Wid- dern oft wechſeln, und wo man ihnen deren nur em- pfiehlt oder wo ſie dieſelben am billigſten zu kaufen glauben, dahin gehen ſie, und ſo bringen ſie ſich außer einem Gemiſc von Wolle, was zuleßt immer weni- ger Werth bekommt, noch. eine Menge Krankheiten in ihre Heerde, die ſie oft nur mit der gänzlichen Abſchaffung derſelben los werden können. Dergleichen Fälle, die leider oft genug vorkommen, müſſen freilich manchen Laudwirth abſchrecken, etwas zur Veredlung ſeiner Schäferei zu thun. Im Grunde genommen fhut er dann auch beſſer, es beim Alten zu laſſen, wenn ihm eigene Einſicht oder guter Rath erfahrener Freunde fehlt.. 'Yber auch die übermäßige, oft ganz naturwidrige Fütterung in mancher edlen Schäferei legt den Keim