-- 489=-
zu einer Menge Krankheiten in derſelben. Die ſtarke Getreidefütterung kann nur nachtheilig auf den Kdr- ver der Schaafe wirken. Es muß durch dieſe ein entzündlicher Zuſtand in demſelben erzeugt werden, der bei jeder geringen Veranlaſſung ausbricht und in ge- fährlichen Krankheiten ſich äußert. Da dieß bei Land- ſchaafen nie geſchah und nie geſchehen wird, ſo ſind dieſe ſchon deßhalb weniger Krankheiten ausgeſeßt.
Nehmen wir alle dieſe Umſtände zuſammen, ſo wird wohl leiht der Schluß daraus gezogen werden kdnnen, daß im Ganzen genommen edle Schaafe gerade niht viel mehreren Krankheiten unterworfen ſind, als unedle, und daß dieſe Gefahr bei einiger Aufmerkſam- keit und Sorgfalt leicht vermieden werden kann.
Schon oben habe ich erinnert, daß es keines- weges meine Abſicht ſei, hier eine Geſchichte von Scaafkrankheiten zu ſchreiben. Die einzige, wovon iO ziemliche Erfahrungen bekommen habe, iſt die Drehkrankheit. Was ich davon halte und welche Vor- beugungen man gegen dieſelbe anwenden könne, das habe ich in den Anmerkungen zu der„Anleitung zur Veredlung des Schaafviehes““ von Rudolph Andre, Prag bei Calve, zweite Ausgabe 1826 geſagt.


