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Solche Thiere ſind von dem Uebel nicht mehr zu hei- len, und ſie müſſen durc<aus gemerzt werden.
Die Meinung, daß edle Schaafe wegen ihrer fei: nern und zarteren Organiſation den Einflüſſen un- günſtiger Witterung mehr ausgeſeßt wären, als un- edle, und daß ſie deßhalb auch leichter erkrankten und großere Sterblichkeit unter ihnen herrſchte, kann ih nicht theilen. Man nehme nur die weiten Reiſen, welche dergleichen Schaafe machen, auf welchen ſie doch allen Anfällen der Witterung ausgeſeßt ſind, ohne gerade ſonderlich davon zu leiden. I< habe im äahre 1824 nach der großen Ueberſchwemmung der Elbe in den Gegenden dieſes Fluſſes Schaafe auf ganz verſchlemmten Auen und Wieſen weiden geſe- hen, weil die Menſchen keine andere Hülfe wußten, wenn ſie. dieſelben nicht wollten verhungern laſſen, und dennoch waren die Schaafe das Jahr darauf geſund. Ich weiß dieß ziemlich ſicher, da ich ſelbſt welche da- von auf Gewinn und Verluſt kaufte und bei mir durch- winterte. Sind demnach vielleicht auch Zakel abgehär- teter, wie Merino's, ſo ſteht doch ſo viel feſt, daß leßtere ungemein viel aushalten und daß nur eine anhaltend ſchlechte Behandlung nachtheilig auf ihre Geſundheit wirkt.
Wennaber in edlen Schäfereien wirklich mehr Krank- heiten entſtanden und bekannt geworden ſind, ſo liegt die Schuld meiſt in einer unverſtändigen Haltung und Fütterung derſelben. Manche haben nämlich aus über- triebener Sorgfalt die Schaafe in zu warmen Ställen


