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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
Seite
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Dieſer Fehler hat manicherlei Nachtheile. Die wäh.|

mer leiden dabei an ihrer Geſundheit und wenn ſich die Wollknoten, die ſie hinunterſchluXen, in den Ein- geweiden verſetzen, ſo ſterben ſie daran. Mir iſt der Fall vorgekommen, daß bei der Sektion eines halb- jährigen Lammes die ganzen Eingeweide entzündet wa-

ren und beinahe in Brand übergingen und wovon der- gleichen verhärtete Wollkugeln die einzige Urſache wa- ren. Man verliert aber auch bei dieſem Uebel eine-

Menge Wolle. I< habe erſt vorigen Winter eine Schaafheerde geſehen, wo die Mutterſchaafe beinahe zur Hälfte, und zwar der größte Theil derſelben, von den Lämmern auf dieſe Weiſe kahl gemacht worden waren. Das Schlimmſte iſt noch, daß eine derglei- <hen Untugend zuleßt beinahe erblich wird, und ſich nur ſehr ſchwer ausrotten läßt.

Die beſte Abhülfe dagegen iſt, wie ſchonbemerkt, ein frühes Abſondern der Lämmer von ihren Mitrern. Wenn ſie im Anfange des Tages viermal und ſpäter- hin, wenn ſie ſchon zu freſſen anfangen, dreimal und zuleßt zweimal unter dieſelben gelaſſen werden, ſo finden ſie jederzeit volle Nahrung und werden nicht auf das Wollefreſſen verfallen. Die Eiter der'Müt- ter müſſen dabei gleich) bei der Geburt. des Lammes ſorgfältig von der Wolle gereinigt werden.

Es gibt aber auch alte Shaafe, die den Fehler des Wollefreſſens an ſich haben und die dieß ſowohl am eigenen Körper, als auch an den andern thun.