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geſchehen und ſie bringen ſchwächliche Lämmer, ſo kon- nen. dieſe nicht die ganze Menge der Muttermilch) zu ſich nehmen. Es entſtehen alſo leicht Milch-Verſeßzungen, die eine heftige Eutzündung verurſachen.(Es werden daher allemal in den Schäfereien, die am gleihmäßig- ſten gefättert und gehalten ſind, die wenigſten Schaafe mit böſen Eitern gefunden werden. Denn können auch zuweilen andere Urſachen dieſes Uebels vorhanden ſeyn, als 3+ B. Entzündungen erregendes Futter 2C., ſo wer- den die angegebenen gewiß jederzeit am dfterſten vor- kommen.
Das Wollefreſſen der Lämmer iſt jedoc< ein Uebel, was in edlen Schäfereien weit häufiger vorkommt, als in unedlen. Es ſchleicht ſich hauptſächlich da ein, wo man die Lämmer ſtets, und zwar bis zu einem ſchon ziemlich vorgerüten Alter unter ihren Muttern läßt. Die Langeweile und der Trieb na< Nahrung veranlaſſen ſie dänn, die Mutter zu ſuchen, und wenn ſie keine Milch bei ihr finden, dann fpielen ſie mit der Wolle neben dem Eiter.- Das Weiche derſelben und der ſalzige Geſchmack machen, daß ſie daran kauen und ſie verſchlu>en.
Noch mehr gewöhnen ſie ſich aber an dieſen Feh- ler, wenn der Schäfer aus Saumſeligkeit das Eiter, ſobald als nur das Lamm geboren iſt, nicht ſogleich von der Wolle reinigt. Indem es die Ziße ſucht, kommt ihm die Wolle in den Mund, und ſo ſucht es denn nach dieſer und geht immer weiter, bis es das Schaaf endlich ami ganzen Hintertheile na>end macht.


