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mit beigetragen. Jedoch ſind wir, ſo großer Fleiß auch in der Thierarzneikunde überhaupt, ſo wie insbeſon- dere bei dieſer Thiergattung angewandt wird und ſo weite Fortſchritte auch darin gemacht werden, dennoch über einige und gerade die tddtlichſten Krankheiten noh ganz im Dunkeln. JI nenne hier nur zwei, nämlich die Dreh- und die Traberkrankheit. Noch kennt man ihre Entſtehungsurſachen nicht einmal genau, um wenig- ſtens Vorbeugungsmittel anwenden zu können. Wä- ren alſo durch die edlen Schaafe wirklich ſo viele und verderbliche Krankheiten in die Schäfereien gebracht worden, ſo würde uns die Thierarznei noch nicht Ret- tung vor dem Untergange derſelben bringen.
Eine andere Art von Krankheit, die wenigſtens häufig vorkommt, ſind: bdſe Eiter der Mutterſchaafe, Dieſes Uebel trifft jedoch unedle Schaafheerden eben ſo wie edle. Eine Haupturſache deſſelben iſt nach mei- ner Erfahrung die, wenn die Schaafe den Sommer und Herbſt hindurch gut und ſtark genährt werden und ſo ihre Leibesfrucht ſich kräftig ausbildet, ſie als- dann aber, wenn ſie auf die Winterfütterung geſeßt werden, verhältnißmäßig weniger bekommen. Wenn ſie nun ſtarke Lämmer bringen und dieſe nicht hin- längliche Nahrung finden, ſo greifen ſie das Eiter der Mutter dermaßen an, daß leicht Entzündungen erzeugt werden. Aus. der entgegengeſeßten Urſache aber kann daſſelbe Uebel entſtehen. Die Mütter können nämlich während der Lammzeit übermäßig ſtark genährt wer- den. Jſt dieß nun, während ſie tragend waren, nicht


