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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
Seite
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KEENE, MCH

Wenn man nun in Hinſicht der Erſcheinung und der Erkennung des Zwirnens ziemlich im Klaren iſt, ſo hat man ſich vor dem andern Extreme ſehr zu hüten, nämlich, daß man eine Wolle nicht für ge- zwirnt halte, die es in der That nicht iſt, und daß man nicht auf dieſe einen geringern Werth lege, als fie verdient. Es gibt nämlich hochfeine Wolle, die etwas dünn auf den Schaafen ſteht, und deren Sta- pel ſich in getrennte FloFen abſondern, und eine hän- gende Geſtalt bekommen. Madt man aber mit der- ſelben die oben angegebene Probe, ſo wird man zu- erſt, wenn man ſie genau anſieht, finden, daß die Biegungen der Stapel bis an die Spitze herauf ſich gleich bleiben, alſo nicht auslaufen und mehrere in eine große Krümmung übergehen. Ferner wenn man ſie von unten herauf theilt, wird man finden, daß ſie ſich ohne Widerſtand trennt, und daß alſo die Woll- haare, nicht wie bei der gezwirnten Wolle, oben ab- reißen, und daß zuleßt kein Knoten übrig bleibt. Für den Wollhändler und Fabrikanten iſt ſie ein ſehr ſc<häß- bares Produkt, aber für den Produzenten lohnt ſie zu gering, indem die Schur von ſolhen Schaafen zu we- nig ausgiebig iſt. Daß ſol<e Wolle nimt dem Nach- theile, den im oben von der gezwirnten in Hinſicht der Einwirkung der Luft und des Lichtes angeführt habe, ausgeſeßt iſt, rührt hauptſächlic) von der Gut- artigkeit ihres Haares her, was ſtets an der Spike ſtumpf bleibt, und die dlige Subſtanz mehr gleich- mäßig digerirt. Gezwirnte Wolle hat dagegen viel