Brünn mitgetheilt. I< will ſie hier nur ganz kurz andeuten,
Wenn man auf ganz gewöhnliche Landſchaafe ſo- gleich hochfeine und edle Widder braucht, ſo iſt die Umformung des ganzen Organismus der Nachkbmm- linge ſo ſchnell und gewaltſam, daß unmdglich ſogleich etwas Vollkommenes erzielt werden kann, Das Zellen- gewebe der Haut wird vielleicht'nach dem Vater ge- bildet, und dennoch imprägnirt die gemeine Natur der Mutter dieſem Zellengewebe ihre groben Säfte. Dieſe ſteigen in dem fein hervorgewachſenen Wollhaare in die Höhe, überfüllen es, und können, da ſie nicht ge- nug feine vlige Subſtanz haben, dieſem Haare auch nicht die Biegſamkeit und Geſchmeidigkeit verleihen, die es nach ſeinem Feinheitsgrade wohl haben ſollte; es muß alſo in ſeinen Windungen, der Folge der Ge- ſchmeidigkeit, Unregelmäßigkeiten bekommen, und dieſe ſind, wie oben gezeigt, der Anfang des Zwirnens.
In allen Heerden iſt Freilich dieſe Urſache nicht vor- handen, da man jedoch, wenn dieſer Fehler ſich in denſelben findet, ihn gewdhnlich, wie im oben bewie- ſen habe, durch falſche Anſichten und fehlerhafte Lei- tung erzeugt hat, und da auch in den beſten Heerden, bei Mangel an Einſicht und Aufmerkſamkeit, ſich leicht Fehler einfinden und dieſelben, entde>t man ſi nicht zeitig genug, und arbeitet ihnen nicht mit. Anſtrengung entgegen, bald ſehr überhand nehmen; ſo kann das Zwirnen wohl leicht in den alleredelſten Heerden ohne Vermiſchung mit unreinem Blute entſtanden ſeyn.


