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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
Seite
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zum Theil bei der Ausdünſtung und bleibt ſo an den Wänden des Wollhaares, das nun, da ſeine innere hohle Röhre ſich faſt ausfüllt, nothwendig an ſeiner Biegſamkeit und Geſchmeidigkeit verlieren muß.+ Was dieſe Theorie beſtätigen hilft, iſt die Erfahrung, daß zur Zwirnwolle geneigte Schaafe, wenn man ſie ſtets im Stalle behält, bei weitem ein beſſeres Produkt tra» gen, als wenn ſie auf die Weide gehen. Ihr ganzes Vließ ſcheint ſich, wenn ſie letzteres thun müſſen, zum Nachtheile zu verändern.*)

Es haben früherhin Wollhändler, zum größten Herzeleid der Schaafzüchter, die in ihren hochedeln - Heerden den Fehler des Zwirnens einreißen ſahen, be- hauptet 2 man fände die gezwirnte Wolle weit mehr und dfter in Meſtiz- als in reinen Merinoheerden. Sollte auc) Wahrheit in dieſer Behauptung liegen, ſo würde doch jederzeit der Schluß falſch ſeyn, daß Schaafe mit gezwirnter Wolle, die ſich in einer Heerde vorfinden, den Verdacht begründeten, als ſey dieſelbe nicht von reinem Blute. Wahr iſt es übrigens, daß

mehr Zwirnwolle findet, als in reinen Merinoheerden. Die Urſache hievon habe ich in früherer Zeit nach meiner Anſicht zu entwi>eln geſucht, und im Jahre 1825. dem mähriſch- ſchleſiſchen Schaafzüchterverein in

*) So wie ſich nun der Fehler der Dünnwolligkeit immer wei? ter forterbt, ſo muß denn- auch das Zwirnen immer mehr zunehmen.