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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
Seite
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JM 298.0;

mehr Neigung, ſicH in ihren Haaren zuzuſpißen, wo- durch eine Ausfüllung der Haarröhre von oben herab entſteht und die Sprddigkeit veranlaßt wird. Nach der Pelzwäſche ſieht man auch an den einzelnen Woll- flo>en dieſe Neigung des Zuſpitzens, wogegen die eben genannte gutartige ſtets ſtumpfe Stapel-Enden zeigt. Vorſicht iſt jedo< bei Thieran mit ſolcher Wolle zu gebrauchen, va man leiht Zwirner in den folgenden Generationen aus ihnen züchten könnte. Auch haben ſolche Thiere gewbhnlich ſchon große Anlage dazu,, wie die Wolle auf ihrem Widerrüſt beweist, die gewöhnlich ſchon wirklich gezwirnt iſt.

Ich komme nun dazu, die Mittel anzugeben, wo- durch man den Fehler des Zwirnens, wenn er einmal in einer Heerde überhand genommen hat, am leichte- ſten wieder heraushringen kann. Manche haben ihn durc) ſehr ſtumpf geſtapelte, dicht- aber hartwollige Widder zu vertilgen geſucht, haben aber ſtatt Eines Fehlers ſich einen zweiten, oft noch ſchlimmern in die Schäferei gebracht. Da das Zwirnen eine zu raſch allzuweit getriebene Verfeinerung der Wolle zum Grunde hat, ſo wirkte man auf dieſe Weiſe geradezu gewalt- ſam entgegen. Dergleichen Eingriffe in ihre Rechte beſtraft aber die Natur gewöhnlich empfindlich. Schaaf- züchter, die dieſen Weg einſchlugen, vergrdberten ſich ihre Heerden zuſehends, und bekamen überdieß eine Wolle, die keine Ausgleichung des Haares hatte, und verworren und filzig wurde. Wollhändler, die früher- dieſe Spuren gehabt hatten, erkannten ſie nach einigen

Jahren