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Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
Seite
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Gegenſtand, der meines Wiſſens noch nie zur Sprache gebracht worden iſt, und der doh die ſorgfältigſte Be- achtung verdient.

Aus dem Nachwachſen der Wollhaare, die beim fernern Wachsthume des Thieres aus den neu hervor- getretenen Zwiebeldrüſen hervorſproſſen, kommt auch hauptſächlich die Veränderung der Wolle bei den Schaafen vom erſten zum zweiten Jahre. Denn iſt 3- B. dieſer Nachwuchs an Feinheit und in der gan- zen Beſchaffenheit der Wollhgare mit denen, die ſchon als Lammwolle auf den Thieren wuchſen, gleich; ſo gibt dieß ein ausgeglichenes und geregeltes Vließ. Sinddagegen jene Wollhaare von denen des erſten Wuchſes verſchieden; ſo wird das Thier eine ungleiche Wolle tragen, die bei weitem an Qualität geringer iſt, als man von demſelben im erſten Jahre zu erwarten berechtiget war.*) Wachſen aber wenig Wollhaare nach, ſo muß, da die Körperfläche grdßer geworden iſt, die Wolle dünn ſtehen, und wegen ihres üppigern Wuchſes entweder gröber werden, oder, wenn dieß nicht der Fall iſt, wird ſie, weil Luft und Licht allzuſehr auf ſie einwirken können, ſprdde und zu- leßt zwirnig. Kommen dagegen im zweiten Jahre ſehr viele und zwar den erſten an Güte gleiche Woll-

+) Dieſe nachtheilige Veränderung findet man bei Meſtizen viel häufiger, als bei reinen Race- Schaafen z wahrſchein- lich weil bei erſteren der Organismus der Haut noh nicht vollkommen genug auf gleichmäßige Feinheit ausgebildet iſt,

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