Druckschrift 
Meine Erfahrungen in der höhern Schaafzucht / von J. G. Elsner
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen

26 DABbs04

ausdauernder richtiger Verfahrungs- Art, hd<ſt be- lohnend.

Fragt man nun, wie lange man wohl brauche, um eine Heerde, die noh eine Landheerde genannt zu werden verdient, zu einem Grade der Veredlung zu bringen, daß man ſie, wenn auch nicht zu den ſoge- nannten Originals, doch. wenigſtens zu den hocveredel- ten Heerden zählen kann; ſo iſt die Antwort folgende:

Die Intelligenz des Schaafzüchters, verbunden mit den ndthigen Mitteln, ſich die dem Blute und der Abſtammung nad) edelſten Widder ſtets anſchaffen zu können, wird den Zeitraum, den manche auf 30 Ge- nerationen(aus gutem oder bdſem Willen?) hinaus geſeßt haben, auf weniger als ein Drittheil verkürzen können. Erfahrungen gelten in dex Welt jederzeit mehr, als noch ſo tief durchdachte Theorien, und wer das Schaaf, hinſichtlich des Vollblutes, mit den Pfer- den in Vergleich ſtellt, bedenkt nicht, daß bei Voll- blutspferden der ganze körperliche Organismus, bei Schaafen aber nur der der Haut umzubilden iſt. Wir haben bei leßtern weder auf vorzüglich ſchdne Formen; noch auf'Sehnenkraft, weder auf Bau der Bruſt noch der Schenkel, ſondern lediglic) auf die VBil- dung der Haut und deren feines und. regelmäßiges Zellengewebe zur Hervorbringung einer feinen Wolle, und nebenbei nur auf Geſundheit und-ſo viel es thun- lich, auf Kbrpergrbße zu ſehen. Leßteres beides kommt dem, der ſeine Schaäfe von Jugend auf gut wartet und pflegt, vonſelbſt.. Da wir uyn. auf dieſes Eine