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oft gar ſehr täuſchen; denn ſie ſehen zuweilen glätter und fein gekräuſelter aus, als andere von reinem Mes rinoſtamme. Das ſanfte Streichen mit der flachen Hand ni>wärts über die Haut dieſer Lämmer gibt aber in der Regel die beſte Probe, wenn man es ne- ben anderen von reinem Stamme verſucht. Man em- pfindet dann mehr Rauhigkeit. Auch bemerkt man,
"wenn man ein ſolches Lamm gegen das Licht hält,
eine Art ſcharfer Spißen an den LöFXchen, die, je äl- ter das Lamm wird. immer mehr hervortreten. Cine Art Hundskopf, mit rückwärts ſtehenden borſtigen Haaren, gibt nun vollends die Gewißheit, daß das Thier eine rauhe Wolle bekommen wird. Wächst die Wolle mehr heran, dann zeichnet ſich die edle vor der unedlen immer mehr aus, indem erſtere einen reinen und klaren, letztere aber immer einen etwas getrübten Glanz zeigt. Es kommen" zwar auch Ausnahmen vor, jedoch ſind ſie ſelten.
Beim zweiten Wollwuchſe zeigt ſich in der Regel bei Thieren, die no< in der erſten Generation der Veredlung ſtehen, eine große Verſchiedenheit über den ganzen Körper. Nicht daß etwa nur die verſchiede-
- nen Ködrpertheile in der Wolle abweichen, wie dieß
auch bei edlen Thieren der Fall iſt; ſondern es wedh)- ſelt die Wolle oft auf ganz kleine Diſtanzen, und man findet ſie zuweilen da beſſer, wo bei den Merino's' die geringere Sorte ſteht, ſo wie umgekehrt da wieder ſchlecht, wo ſonſt die gute wächst. Man könnte ſagen: man bemerkt den Kampf der edlen mit der unedlen


