Teil eines Werkes 
1: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
Entstehung
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deren Länge z dann verlangte man, daß ſie ſehr lang ſeyn ſolle 3; wieder ſc<äkßte man ſie nur alsdann für vorzüglich, wenn ſie viel natürliches Fett enthielt. Bald aber tadelte man dies Fett, ſo wie jene Länge wieder, und man wollte eine kurze, feine, ſanfte, ſehr elaſtiſche Wolle. Bei dieſer Foderung ſtehen wir jebt. Solche Wolle iſt das Ideal, nach dem wir zu ſtreben haben, der für ſie bezahlte Preis über- trifft den für jede andere, und gleiht Mühe und Koſten, die auf ihre Erzeugung verwandt werden, ſehr reichlich aus. Was ferner noc< alles ſeyn, und was die Bildſamkeit der Schafzuc<t möglich machen kann, das werde ich im zweiten Theile andeuten. Wenn nun bei dieſen Aenderungen des Bedürfniſſes der Manufacturen der Schafzüchter auf ſeine langen Erfahrungen fußt, wenn er glaubt, was ein- mal als das Edelſte anerkannt und geſchäßt worden iſt, das müſſe es auch immer bleiben, oder doch ſehr bald wieder werden; wenn er in Folge dieſer Voraus- ſezungen beim alten Verfähren beharrt, ohne ſich im min- deſten den neuen Foderungen zu fügen: dann iſt es kein Wunder, wenn er zurü> bleibt, und gelinde geſagt, iſt es dann ſonderbar, wenn er darüber ein Geſchrei erhebt, und alle diejenigen, welche ihm vorbei eilen, der Charlatanerie/ und weiß Gott; was alles beſchuldigt.

Allemal hat der, welcher mit ſeiner Zeit fort gegangen iſt, den Gewinn gehabt. Wer ſiehen bleibt, ſteht am Ende allein, und ſieht in dumpfem Staunen den Andern na<, und begreift ni<t, daß dieſe klüger als er ge- weſen ſind.

Wer jugendlich irgend ein Fach ergreift, wer dies mit

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