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werden, und zur Zeit der Begattung den Beſißern von inländiſchen Heerden überlaſſen ſeyn, die ſte hernach wieder an das Depot ablieferten. Die Anzahl dieſer Depots follte in 7 Jahren bis auf 500 gebracht werden. Zur Anlegung der Widder-Depots ſollten die überflüſſigen Widder aus den acht kaiſerlichen Schäfereien und andere aus ſpaniſchen Heer- den genommen werden, Jeder Inhaber einer Scafheerde von reiner Race durfte nunmehr keinen Widder von ſeiner Heerde ohne Erlaubniß des betreffenden Inſpectors kaſtriren laſſen. Jeder Inhaber von Schäfereien(lautet es ferner), wel- <her Merinos-Widder erhalten kann, muß alle Widder, die er ſelbſt beſikt, unter Strafe von 100 bis 1000 Franken kaſtriren laſſen. Zur Ober- Aufſicht der Widder- Depots werden vier General-Inſpectoren, und ein beſonderer Aufſeher für jeden Kreis angeſtellt. Die General-Inſpectoren beſuchen alle Jahre einmal alle Depots, beſorgen den Ankauf der Widder für Rech- nung der Regierung, und bekommen 3900 Franken Gehalt und 4000 Franken Reiſekoſten, und die KreisSaufſeher 2400 Franken Gehalt und 1200 Franken Reiſekoſten, Um obige Berfügung in Ausführung zu bringen, wird dem Miniſter des Innern für das Jahr 1313 ein Fond von 600,000 Fran- ken bewilligt, und für die Folge das weitere Nöthige bis zur völligen Verbeſſerung der Schafzucht,
Aus dem Ganzen dieſes Decrets ſieht man, daß es Napoleon Ernſt damit war, die franzöſiſche Schafzucht ſchnell und kräftig empor zu bringen.
Es wird nun auch nicht unintereſſant ſeyn, zu ſehen, welchen Erfolg dieſe großen Anſtalten gehabt haben. Wir können dieſen am beſten aus einer Uiberſicht entnehmen, die


