Teil eines Werkes 
1: Uibersicht der europäischen veredelten Schafzucht. 1
Entstehung
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dies Necht aber beſchränkt und zuleßt aufgehoben ward, da kam die Schafzucht immer mehr in Verfall? Man war nicht gewohnt, für Futtervorräthe zu ſorgen; was auch etwa erzeugt ward, das ging im Sommer auf, weil man die Schafe nicht mehr auf fremde Koſten ernähren konnte. Erhungerte Thiere und ſchlechte Wollnußung war hiervon die natürliche Folge. Die Wolle war auch im Ganzen von ſo ſchlechter Art, daß ihr geringer Preis unmöglich zu ihrer Erzeugung ſonderlich anreizen konnte.

Als dann*) im Jahre 1736 ein Stamm-von 400 Stü> Merinos auf Koſten der Regierung eingebracht wurde, ſo ward derſelbe auf der Domaine Rambouillet für deren Rechnung unterhalten, Nach welchen Grundſätzen man ihn dort züchtete, iſt am beſten aus dem Erfolge klar. Denn no< jekt iſt die Ramboulleter Wolle bei weitem der feinen deutſchen nicht gleich, auch erfüllen von dort bezogene Thiere FeineSwegs die Foderungen, die der deutſche verſtändige Schafzüchter an Schafe von hochfeiner Gattung macht. Man überließ ſchon damals die ganze Leitung der Schäferei mehr dem Unterperſonale, und es konnte daher kein ſo erwünſchter Fortgang ſtatt finden. Auch ſoll die feuchte Trift und tiefe Lage der höhern Schafzucht in Rambouillet nicht gerade ſonderlich günſtig ſeyn. Als bei dem Basler Frieden die franzöſiſche Regierung ſih von Spanien die Erlaubniß be-

*) Im Jahre 4776 machten die Herren Trüdaine den erſten Ver- ſuc mit der Einführung der Merinos in Frankreich. Ob er glei nicht mißlang, da beſonders der berühmte Schafzüchter Daubenton ſih der Sache ſehr annahm, ſo war deſſen Erfolg doch für das Land gering,

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