8 daß man mir nicht ohne Grund einwenden kann: daß ja jW die ſpaniſche Schafzucht Jahrhunderte hindurch ſich im Flor 08 erhalten habe, und daß man ja nur ſtets dieſelben Grund-| MA ſäße beibehalten dürfte, denen man zuvor gehuldigt hatte, imme um immer auf gleich hoher Stufe zu bleiben. Aber dieſe] Belt Einwendung wird und iſt ſchon durch eine Menge Beiſpiele Mt in Deutſchland entkräftet... Denn auch da gibt es viele dann: Schäfereien, die in dem feſten Vertrauen auf das einmal Eintiat reine Blut der ächten Merinos dieſe ihrem natürlihen Gange damah überließen, und dadurch am Ende weit hinter andere ka-| kit men, die mehr nach Grundſäßen, die der höhern Veredlung wen günſtig waren, ihre Heerden züchteten. ringe (IE Werfen wir hier die Frage auf, die von vielen Schaf-| il züchtern und ſchon oft aufgeworfen worden iſt: ob die frü-| fie neh her berühmten Heerden, ſowohl in Spanien, als in andern| ſe Ländern von Europa, durch Degeneration oder durch die 1 Zun ſich ändernden Forderungen der Mode in ihrem Rufe ver- loren haben?=-- ſo möchte die Antwort wohl auf folgende Cpani Art richtig lauten: die Natur geht zwar bei der Entwik- 1 Sofchy
kelung aller organiſchen Weſen vinen feſten Gang, aber ſie| bildet auch Abweichungen oft auf eine überraſchend ſchnelle|"T Weiſe aus. Leitet man ſie nun nicht auf den urſprüng-| ſymdz lihen Weg zurüE, ſo wird am Ende die Abweichung zur'
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Regel und die Ausartung zum feſten Geſeß. Wäre dies zülid nicht: ſo hätte der Menſc< die Züchtung der verſchiedenen imm; Thiergattungen nicht in ſeiner Gewalt, Dies nun auf die| tl Schafzucht angewandt: ſo iſt es klar, daß auch die beſte| tim Heerde ſelbſt ausarten, oder auf den Weg der Auzartung| n' y
geleitet werden kann, Wo man ſie nun ſich ſelbſt über-


