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reich hat eher Rü>- als Fortſchritte gemacht, dagegen hat ſih Deutſchland und namentlich Sachſen ſo ho< emporge- ſc<wungen, daß ſein Erzeugniß über 50 Procent im Werthe geſtiegen iſt. Bemerken muß ich aber hier, daß mehrere andere deutſche Provinzen, vorzüglich aber Mähren, Schle- ſien und Brandenburg mit Sachſen den Ruhm theilen. Denn werden die lektern auch bei der Verſendung der Wolle in's Ausland nicht genannt: ſo rührt dies aus folgenden Gründen her: L) War Sachſen die erſte Provinz, die feine Wolle in's Ausland ſandte. 199) Haben ſi<h aus dieſem Grunde gerade die meiſten
-Wollhandlungen dort gegründet. Dieſe verſandten nun alle
feine Wolle, wenn ſie auch in andern Provinzen erzeugt war, unter der Firma von ſächſiſcher in's Ausland.
3) Thaten dies auch andere Wollhandlungen, weil dieſe Firma einmal im Auslande beliebt war und geſucht wurde. Dies geſchieht auch jekt noc<, weil der Kaufmann nur ungern und zwar meiſt mit Schaden die Firma des Hauſe3 ſowohl als der Waare ändert. Entſchieden iſt aber, daß gerade die hochfeinſten Sortimente, die ſogenannte Blume der Waare, faſt eben ſo häufig, und zuweilen von höchſter Qualität, aus Mähren, Schleſien und Brandenburg kommen, wie aus Sachſen.
Doh ich will dem Ganzen nicht vorauseilen und alles, was ich hier no< zu ſagen habe, bis zur Beantwortung der zweitew Frage, wohin es auch eigentlich gehört, laſſen.
Ih habe ſchon oben als eine Haupturſache des tiefen Verfalls der Schafzucht in Spanien die zerſtörenden Kriege,
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