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jemals eine ſolche wohlfeile-Bewirthſchaftungsart nd- thig haben!=: Gi
Für diejenigen aber, welche dann ſehr gut und wohlfeil zu kaufen glauben, wenn ſie für ein Gut nicht mehr als die landſchaftliche Täxe bezahlen, ſind derglei- <en Bekanntmachungen ndthig und heilſam, damit ſie. mit eigenen Augen ſehen lernen.
Als Gegenſtü> zu obiger Abſchäßung könnte ein, Gut dienen, was in einer andern Gegend und zwar im fruchtbarſten Theile des flachen Landes liegt, was land-
ſchaftlich auf 26,000 Rthlr. abgeſchäßt und'vor nicht
gar langer Zeit für 64,000 Rthlr.(nach der Ausſage“
ſehr vieler Sachverſtändigen) gar nicht zu theuer gekauft
worden iſt.' 44 Ich kenne zwey Güter, die in ihren Revenlten wiä-
nig verſchieden ſind, und die auch faſt ganz gleiche mo*.
natliche Steuer zahlen 3- wovon aber das eine zu: I5,000 Rthlr,. und“ das andere zu 32,000 Rthlr. landſchaftlich vori ein und denſelben Taxatoren-abgeſchäßt-worden. iſt:
Dieſe Beiſpiele ſind aber, wie mich dünkt, Be: weiſes genug, auf wie unſichern Grundlagen man- die? ſes Geſchäft noch betreiben muß.- Esiſt zwar in neu-;
ern Zeiten ſehr viel zur Abhülfe des Mangelhaften in dieſer Sache gethan, und dergleichen ſchreiende Miß- griffe. werden nunmehr wohl nicht ſo leicht vorfommenz aber doch iſt- eine dergleichen Abſchäßung immer noch nicht ſo zuverläſſig, daß man ſie mit unbedingtem Ber- trauen bei einem Anfauf-zur Richtſchnur nehmen. könnte.
In meinen nächſten Briefen führe ich Sie nach der
Mark Brandenburg, und von da vurch das. Deſſauiſche:“
nach Sachſen,'


