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Sie werden bey'm erſien Ueberbli> diefer Frucht- folge ſogleich) das ausſeßen, daß bei ihr zu wenig auf Erbauung von Stroh und Körnern Rüſicht genommen iſt; denn da in eilf Jahren nur fünf Halmfrüchte vor- kommen,, ſo iſt, wenn man den Brachſchlag abrechnet, die Hälfte des ganzen AFers auf Futter verwandt. Iſt nun auch gewiß, daß bei einer unter ſolchen Umſtänden erbauten überwiegenden Futtermaſſe der Aer in eine Überſchwengliche Kraft verſeßt werden kann, und daß die aufihm erzeugten Früchte bei dieſer Kraft einen außer-- ordentlich reichen Ertrag geben müſſen, ſo giebt es doch auch hierin ein non plus ultra. 7 Damit will ich nun aber nicht widerlegen, daß man auch bei der geringern Fläche, worauf hier Halmfrüchte erbaut werden, deren eben ſo viel und auch noch mehr gewinnen kann, als bei einer magern Dreyfelderwirthſchaftz; aber nur das iſt zu bemerken, daß man deren hier auch wirklich bedeutend mehr erbauen muß, um ſich in Hinſicht des Strohbedarfs bei einer ſo reichlichen und kräftigen Viehzucht in's gehd- xige Gleichgewicht zu ſeken.
Vebrigens iſt wohl nicht zu leugnen, daß alle Früchte, wie ſie hier auf einander folgen, beinah gera- then müſſen und nur bei höchſt ungünſtigen Jahren zu- rüFſchlagen werden. Deshalb iſt auch der Fruchtfolge an ſich nichts auszuſeßen, ob ſie ſich gleihwohl, zur ſchneller und ſicherer eingehenden höhern Rente, etwas anders ordnen ließe. n
Von hier herüber naec< Troppau trifft man faſt lauter guten Lehmboden an. Die Beſtellung deſſelben wird mit nicht geringer Sorgfalt verrichtet, Man ſeßt den Ruhrhaken fleißig in Bewegung, der hier beinah ein Mittelding iſt zwiſchen dem, den man im flachen Lande und dem, den man im Gebirge anwendet. Er hat näm«


