Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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4ich wie ver erſte, ein Vordergeſtelle mit Rädern, iſt abey

'hinten in dev Krümmung zwiſchen den Sterzen und un- ten am Schaare, wie letzterer gebaut. Weißen erzeugt man in der Gegend viel. Der

:Kleebau'iſt allgemein, auch bei ven Bauern. Die Mo--

derung und Mergelung betreibt man ſehr fleißig. Man arbeitet den AFer in ſehr breite Beete, die meiſt die

(Breite von zwey und mehrern Ruthen haben.

- Die Lage der Gegend iſt hoch und das Terrein wel- lenförmig. Der Winter tritt früher ein und hört ſpäter auf; als wie einige Meilen nord-öſtlich in den Niederun- gen. Denno liebt man im Herbſte eine ſpäte Saatbe- ſtellung, weil-man Dieſe faſt jedesmal vortheilhafter be- Funden haben will, Näher an Troppau hat man jedoch dieſen Glauben nicht, undeilt im Herbſte ſo viel als mög- lich. mit der Einſaat. Wahrſcheinlich iſt hergebrachte Gewohnheit mehr Urſac<h der ſpäten Einſaat, als wirk- liche Erfahrung für die ZweFmäßigkeit derſelben. Bei dieſer fängt man in der Regel erſt zu Michaelis an und iſt gegen das Ende des Octobers damit fertig. Im Früh- jahre erlaubt das ſpäte Abtro>nen des AFers und die ſpäter eintretende Wärme keine zeitige Einfaat. Man ſät faſt alles oben auf, und nur ſehr ſelten ypflügt.man den Saamen unter.

Die Gebäude der Landleute ſind von Holz und Lehm, meiſt mit Stroh gede>t. Die Dominial- Gebäu-

- de leuchten dagegen faſt überall ſchön, mitunter prächtig

aus den Dörfern hervor. Beſonders hat man viel auf Erbauung von guten und ſchönen Schaafſtällen ver- wandt, ALB;

Der Volks<harakter hat hier ſchon vieles von dev Gutmüthigkeit der Gebirg3bewohner.

' Der Regenfall iſt wegen der Nähe des hohen Ges