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Düngung einen eben ſo erfreulichen Anbli> ais reichen Ertrag. Die Viehzucht iſt eben ſo gut beſtellt, und ſteht auch die Schaafheerde nicht auf der hdhſten Stufe,
' ſo gehdrt ſie doch ſchon zu den guten.
Wä hier aber nicht allein, ſondern in der gänzen Gegend den freien Betrieb der Wirthſc<haft ſehr hemmt, das ſind die Frohnen. Sie ſind für die Berechtigten ſos wohl als-fitr die Belaſteten faſt gleich drüFend. Däs fühlen beſonders diejenigen, welche vom alten Sclen* drian abzugehen wünſchen und es wegen dieſer Feſſeln nicht können.
Ueber nicht unbedeutende Höhen kommen wir nun- mehr nach Groß- Herlih. Hier hat die Gegend ſhon halben Gebirgs<harakter. Der Aer iſt zwar noch ein ziemlich milder Lehmboden, jedoch iſt er ſchon viel mit Steingeſchieben verſeßt, und beſonders findet man auf den Anhöhen eine große Menge Gerölle von Thonſchiefer. Wieſen finden ſich hie und da an der Dppa, jedoch ſind ſie weder von beſonderer Größe, noh von beſonderer Güte.
Xn Groß-Herliß finden wir einen Rindviehſtamm, der dem von Ober- Glogau wenig nächſteht. Die Grd- fie, det körperliche Zuſtand und die Schönheit mehrerer Thiere deſſelben läſſen nichts zu wünſchen übrig. Was uns aber befremdet, iſt die wenige Mil<h, die von den- ſelben gemolken wird, und die uns die in dem Stalle hängende Milchtafel angiebt. Für Landkithe wäre ſie freilich nicht für wenig zu rechnen, äber Vieh von dieſer Größe und dieſem Ausſehen erfordert denn vo< mehr Futter, und muß dänn auch einen verhältnißmäßig hö- hern Ertrag bringen:
Die hieſige Schaafheerde iſt reine Negretti- Race. Tief gebaut, mit wulſtigen Halskrägen, pechattigem Schweiße in der Wolle, und bis um vie Augen verwäch»


